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Viele Frauen kennen diese Unsicherheit: Welchen Bohrer brauche ich für welche Wand? Warum hängt das Bild jetzt schief? Und wie hält man eigentlich eine Handsäge richtig? Genau hier setzt Jana Broxtermann mit ihren Handwerkerkursen „Von Frauenhand“ in der Hafencity im Bereich des Oberhafens an. Jana will mehr Frauen an die Werkbank bringen, ihnen Selbstvertrauen geben. Männer sind zwar willkommen, aber eher selten dabei.„Die Nordreportage“ begleitet Elisabeth und Doris, die sich einen lang gehegten Wunsch erfüllen: Beide wollen endlich selbst einfache handwerkliche Arbeiten erledigen und nicht für jede Kleinigkeit um Hilfe bitten müssen. Sei es, weil der Exmann oder der Sohn ausgezogen ist, der Vater verstorben ist oder weil manche es einfach leid sind, beim Bohren immer nur den Staubsauger zu halten.Elisabeth hat sich als Kind noch nicht besonders fürs Heimwerken interessiert. Und bei Doris war die Rollenverteilung damals noch eher klassisch. Ihrem Bruder wurden Bohren, Dübeln und Schrauben vom Vater vermittelt, während sie ihrer Mutter im Haushalt half. Bei Tischlermeisterin, Raumausstatterin und Restauratorin Jana können sie nun lernen, was ihnen bisher gefehlt hat. Im Kurs darf jede Frage gestellt werden. Maschinen und Werkzeuge werden unter Janas Anleitung selbst ausprobiert. Und noch besser: Es darf auch mal etwas danebengehen, ohne dass jemand alles besser weiß. Es wird gelacht, wenn die Wasserwaage mal wieder „schief“ anzeigt, aber auch abgeklatscht, wenn das Bild endlich sicher hängt.Teilnehmerin Elisabeth ist vor Kurzem umgezogen und hat sich direkt ein kleines Handwerkerprojekt vorgenommen. Die Lifecoachin und bald dreifache Mutter aus Volksdorf möchte das Know-how aus dem Kurs sofort anwenden und mit einer Stichsäge eine Obstkiste zusägen. Daraus soll ein kleiner Unterschrank fürs Waschbecken werden. Aber passt der am Ende überhaupt darunter? Klar! Passt!
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