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In Rumänien haben Pferdemärkte eine lange Tradition. Doch der Handel mit Pferden ist stark reglementiert - zum Schutz vor Krankheiten und Seuchen. Die hohen behördlichen Auflagen sind für die Händler kaum einzuhalten. Doch auf dem Land sind Pferde als Arbeitstiere unverzichtbar. Und so geht der Handel auf sogenannten „Pferdeausstellungen“ inoffiziell weiter.
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Im ländlichen Rumänien gelten Pferde immer noch als wichtiges Arbeitsmittel, denn moderne Maschinen sind teuer und die Dieselpreise hoch. Als günstige, vielseitige Alternative ziehen die Vierbeiner in der rumänischen Landwirtschaft noch vielerorts Pflüge, Karren oder auch Holzstämme aus dem Wald.
Eigentlich eine gute Entwicklung für Zoltan Moldovan, Pferdehändler in dritter Generation. Gäbe es nicht ein Problem: In Rumänien ist der Handel mit lebenden Tieren auf Märkten stark reglementiert. Denn von diesen Aktionen breiteten sich in der Vergangenheit immer wieder Seuchen wie die Infektiöse Anämie aus. Infizierte Pferde gelangten zum Teil in das benachbarte Ausland und mussten dort eingeschläfert werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Die traditionellen Pferdemärkte mussten schließen. Für neue Märkte erteilen die Behörden praktisch keine Genehmigungen mehr. Ein schwerer Schlag für die Pferdehändler - Zoltan muss jetzt einen Teil seines Einkommens als Saisonarbeiter in Deutschland verdienen. Doch ganz wollen sich Zoltan und seine Kollegen das Geschäft mit den Rössern nicht nehmen lassen. Auf sogenannten „Pferdeausstellungen“, auf denen die Pferde offiziell nur gezeigt und nicht verkauft werden sollen, wird der Handel vielfach geduldet. Zoltan träumt davon, in seiner transsilvanischen Heimatstadt Praid wieder einen richtigen Pferdemarkt zu etablieren, als wirtschaftlichen Impuls und sozialen Treffpunkt. Doch die bürokratischen Hürden bleiben hoch.
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