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Beate Thalbergs Film entwickelt aus Ingeborg Bachmanns Gedicht „Die Nacht der Verlorenen“ eine erzählerische Struktur aus drei miteinander verbundenen Episoden.
In einem alten Wiener Mietshaus leben drei einander unbekannte Menschen: eine junge Frau auf der Suche nach ihrer Identität, ein Mann Mitte 50, der den Stimmen und Geräuschen seiner Umgebung nachspürt, und eine Frau, die einen unbestimmten Verlust erlebt hat.
Obwohl sie sich nie begegnen, reagieren sie aufeinander über Wände, Geräusche und unbewusste Resonanzen. In derselben Nacht verbinden sich ihre Geschichten kurz um 1.31 Uhr, als in allen Wohnungen derselbe Popsong erklingt.
Das Gedicht strukturiert die Handlung wie einen poetischen inneren Monolog und wird aus drei Perspektiven erzählt, wodurch dieselbe Nacht in einer Art Zeitschleife mehrfach erlebt wird - jedes Mal mit einem anderen Blick und einer anderen Geschichte über Nähe, Einsamkeit und Erinnerung.
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