Die Sünderin

Deutschland, 1951
bis 21:40
Drama
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261102201500
VPS 00:00

Übersicht

Im Erscheinungsjahr 1951 sorgte „Die Sünderin“ in der jungen Bundesrepublik Deutschland für einen Skandal: Hildegard Knef spielt die Prostituierte Marina, die durch ihre Liebe zu dem unheilbar kranken Maler Alexander, gespielt von Gustav Fröhlich, „geläutert“ wird. Die Thematisierung von Prostitution, Sterbehilfe und Suizid war ein Tabubruch.

Themen

    Details

    Marina stammt aus gutem Haus, wie man so sagt. Ihre Mutter betrog während des Krieges ihren Stiefvater. Marina wird von ihrem Stiefbruder verführt. So fällt die bürgerliche Familie auseinander und Marina steht allein da. Ihren Lebensunterhalt verdient sie fortan als Prostituierte. Bis sie sich in den gescheiterten Maler Alexander verliebt. Dieser droht aufgrund eines Hirntumors zu erblinden. Sie fahren nach Italien und finden ein kurzes Glück. Erfolglos versucht Marina, in ihrem alten Gewerbe das Geld für die Operation aufzutreiben. Überraschend erklärt sich der Arzt, bei dem sich Alexander vorgestellt hat, zu einer kostenlosen Operation bereit. Nach dem Eingriff kann Alexander wieder sehen. Nach einer glücklichen Zeit lässt Alexanders Sehvermögen erneut nach. Auch eine weitere Operation kann die Erblindung nicht aufhalten. Alexander verliert den Lebensmut ... Der Film „Die Sünderin“ (Regie: Willi Forst) löste in der Bundesrepublik Anfang der 50er Jahre einen Skandal aus. Die Kirche störte sich an der Suizidszene, an der „verklärenden Darstellung der wilden Ehe“ und der Prostitution Marinas. Es kam zu Boykottaufrufen, öffentlichen Protesten und Morddrohungen gegen Hildegard Knef. Dennoch oder vielleicht gerade deswegen wurde der Film in den ersten drei Wochen von zwei Millionen Deutschen gesehen. Nach dem Abflauen der Proteste schwand das Interesse und der Film wurde kein finanzieller Erfolg.

    Hinweis

    Audiodeskription, Produktion: Deutsche Styria-Film, Junge Film-Union Rolf Meyer

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Marina
    Alexander
    Marinas Mutter
    Marinas Stiefvater
    Marinas Stiefbruder
    Regie:Willi Forst
    Drehbuch:Willi Forst, Gerhard Menzel
    Kamera:Vaclav Vich
    Musik:Theo Mackeben


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