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Als Kunstsammler aus Leidenschaft hat sich Herzog Franz von Bayern sein Leben lang für die Kultur in Bayern eingesetzt.
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Er ist ein König ohne Krone und doch ist Herzog Franz von Bayern als Familienchef der Wittelsbacher äußerst beliebt und respektiert. Diskret und klug, gleichzeitig mit einer charmanten Nonchalance, lenkt er das Geschick der Familie und verbindet 800 Jahre Tradition mit der heutigen Zeit. Die Filmemacherin Julia Benkert durfte den Wittelsbacher eine Woche lang begleiten. Sie zeigt einen heiteren, ungewöhnlich nahbaren Herzog, dessen Neugier auf das Leben und die Kunst ungebrochen ist. Denn wie schon seine Vorfahren Ludwig I. und II. besitzt auch er ein untrügliches Gespür für die Avantgarde und einen Sinn für die Kunst.
Noch ganz jung, in den 1950er-Jahren, nachdem er und seine Familie als bekennende Nazigegner die Inhaftierung in verschiedenen KZs überlebt haben, beginnt für ihn der Aufbruch in eine neue Welt. Es zieht ihn nach New York, wo er die aufregende Welt der Kunst entdeckt. Die Experimentierfreude und das freie Denken der Künstler dort faszinieren ihn. Diesen Geist will er auch nach München bringen, dorthin wo moderne Kunst unter Hitler als ‘entartet‘ verbannt wurde. Bald gehen die Künstler beim ihm ein und aus und er beginnt zu sammeln, intuitiv und mit großem Appetit: Baselitz, Blinky Palermo, Penk. Er mag das ruppige, unkonventionelle. Auch privat. Das offene Geheimnis, die Beziehung zu seinem langjährigen Lebensgefährten Thomas Greinwald, lüftet er selbstbewusst, gleichzeitig diskret über den Weg der Kunst - mit einem Doppelporträt von Erwin Olaf.
Von Anbeginn seiner Sammelleidenschaft will er die Bilder der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, was fehlt ist ein geeignetes Museum dafür. Ministerpräsident Stoiber macht zur Bedingung, dass zwanzig Millionen Mark privat aufgebracht werden müssen. Der Herzog lässt sich nicht beirren. Seine Begeisterung, München wieder zur Kunststadt zu machen, steckt an. In kürzester Zeit treiben er und seine Mitstreiter die Summe auf. 2002 dann wird die Pinakothek der Moderne eröffnet in direkter Nachbarschaft zur Alten und Neuen Pinakothek, ebenfalls von einem Wittelsbacher, von Ludwig I. erschaffen. Damit entsteht eines der größten Kunstareale Europas und Herzog Franz gelingt es, auch ohne Krone, Bayern ganz im Sinne der Wittelsbacher zu prägen, es weltoffener und kunstsinniger zu machen.
Hinweis
1 weiterer Sendetermin
Top-Spielfilm am 06.09.
Um seinem Bruder Ralf und dessen Freund Charley aus der Patsche zu helfen, verkleidet sich der junge Diplomat Dr. Otto Wilder als Frau.
In der Rolle von Charleys reicher Erbtante aus Brasilien soll er für ein Rendezvous die Anstandsdame zweier attraktiver Schwedinnen mimen. Als dann überraschend die echte Erbtante erscheint, gerät er in Schwierigkeiten. Komödie mit Peter Alexander.
Dr. Otto...
Charleys Tante