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In der ländlichen mexikanischen Region Michoacán wird die sehr machistische Tradition des Jaripeo-Rodeos zum inoffiziellen queeren Begegnungsort. Der Dokumentarfilm zeichnet das Porträt dreier Rancheros, deren Leben von Traditionen, Begehren und Identitätsfragen geprägt sind.
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Jedes Jahr zu Weihnachten wird im mexikanischen Penjamillo in der ländlichen Region Michoacán das traditionelle Jaripeo-Rodeo ausgetragen. Hier werden Nostalgie und klassische männliche Ideale zelebriert: Einheimische feiern gemeinsam mit heimgekehrten Migranten aus den USA die lokale Cowboykultur. Das Ereignis erinnert die Diaspora daran, was es auf dem mexikanischen Land „heißt, ein Mann zu sein“.Doch bei genauerer Betrachtung wird allmählich eine andere Wirklichkeit sichtbar: flüchtige Berührungen, vielsagende Blicke und heimliche Treffen im Wäldchen hinter der Arena. Das Rodeo ist der Treffpunkt einer geheimen, queeren Subkultur.Der Filmemacher Efraín wuchs in Penjamillo und im kalifornischen Riverside auf. Er stellt die Welt des Jaripeo vor und verbindet dabei seine persönlichen Erfahrungen mit Geschichten, die ihm in Penjamillo erzählt wurden. In Super-8-Aufnahmen, inszenierten Erinnerungen und in der Tradition des Direct Cinema hinterfragt dieser Film die Männlichkeitsbilder des Jaripeo.Beim weihnachtlichen Jaripeo trifft Efraín die beiden anderen Hauptfiguren: Noé ist ein machohafter schwuler Cowboy, der seine Sexualität noch größtenteils geheim hält. Joseph ist eine schillernde Diva und ein großer Jaripeo-Fan, der in seiner Community sehr beliebt ist. Die Begegnungen der drei führen Efraín auf eine Reise der Selbsterkenntnis. In seinen Begegnungen mit Noé und Joseph treten die vielschichtigen und komplexen Persönlichkeiten der Protagonisten zutage.Der Film lief in der offiziellen Auswahl des Sundance Film Festivals 2026 und in der Auswahl für den Publikumspreis in der Sektion Panorama bei der Berlinale 2026.
Hinweis
Personen
| Regie: | Efraín Mojica, Rebecca Zweig |