Übersicht
Tom Ripley träumt von Wohlstand und Ansehen. Durch eine Verwechslung kommt der junge US-Amerikaner diesem Ziel näher: Er soll Dickie, einen vermeintlichen Studienkollegen, in Italien aufstöbern und zur Rückkehr in die USA bewegen. In der Toskana gelingt es Tom, das Vertrauen des jungen Playboys zu gewinnen. Doch als es zu einem Streit kommt, erschlägt er den launischen Millionärssohn. Fortan führt Tom ein mörderisches Doppelleben.
Themen
Details
New York, Ende der 1950er-Jahre: Der ambitionierte, aber mittellose Tom Ripley schlägt sich mehr schlecht als recht mit Gelegenheitsjobs und kleinen Betrügereien durch. Bei einem Engagement als Pianist wird er von dem wohlhabenden Geschäftsmann Herbert Greenleaf für einen Princeton-Absolventen gehalten. In der Annahme, Tom sei ein ehemaliger Kommilitone seines Sohnes Richard, genannt Dickie, bietet ihm Greenleaf einen lukrativen Auftrag an: Er soll Dickie, der auf Kosten seines Vaters in Italien das Dolcefarniente genießt, zur Rückkehr in die USA bewegen. Tom geht auf das Angebot ein. In Monticello gelingt es ihm mühelos, Dickie aufzutreiben und sich mit ihm anzufreunden. Zusammen mit dessen Freundin Marge genießen die Männer bald unbeschwerte Wochen. Auch Marge, die die sexuellen Eskapaden ihres Geliebten satthat, fasst schnell Vertrauen zu Tom, während dieser sich zunehmend zu dem kapriziösen Dickie hingezogen fühlt. Als in Rom Freddie Miles, ein alter Freund Dickies, zu ihnen stößt, kommt es zu ersten Spannungen zwischen Tom und Dickie, die schließlich in einen heftigen Streit während eines Bootsausflugs münden. Im Lauf der Auseinandersetzung erschlägt Tom Dickie. Dann verwischt er alle Spuren und beschließt, die Identität des Ermordeten anzunehmen. Damit beginnt für ihn ein riskantes Vabanque-Spiel.
Hinweis
Der britische Regisseur Anthony Minghella inszenierte nach seinem neunfachen Oscar-Erfolg „Der englische Patient“ diese exquisit ausgestattete und starbesetzte Neuverfilmung des Krimiklassikers der US-amerikanischen Schriftstellerin Patricia Highsmith. In der Hauptrolle glänzt Matt Damon, der eine imposante Starbesetzung anführt, darunter Gwyneth Paltrow, Jude Law und Cate Blanchett. Für die atmosphärischen Bilder der italienischen Metropolen sorgte der mehrfach ausgezeichnete Kameramann John Seale. Wie schon René Clément, der den Roman 1960 unter dem Titel „Nur die Sonne war Zeuge“ adaptiert hatte, erlaubte sich Minghella einige kreative Veränderungen an der Originalgeschichte, blieb jedoch dem Geist des Romans treu. Gerade die unterschiedlichen Herangehensweisen beider Regisseure, denen auf ihre Weise jeweils eine meisterliche Adaption gelang, machen den Vergleich beider Versionen so reizvoll, oder wie der US-amerikanische Filmkritiker Roger Ebert in seiner Rezension der Neufassung von 1999 schrieb: „Das Vergnügen der beiden Adaptionen erwächst daraus, dass die Handlung so weit voneinander abweicht, dass man sich den einen Film ansehen kann, ohne zu wissen, wie die andere Version ausgeht - oder was auf dem Weg dahin überhaupt passiert. Und das, obwohl beide Filme um Ripleys Entscheidung angeordnet sind, dass er Greenleaf sein könnte, oder noch besser: dass Greenleaf Ripley sein könnte.“
Personen
Schauspieler: Rolle | Tom Ripley Marge Sherwood Dickie Greenleaf Freddie Miles Meredith Logue Peter Smith-Kingsley Herbert Greenleaf Inspektor Roverini Alvin MacCarron Joan |
| Regie: | Anthony Minghella |