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Blutrache in Albanien (2026)

bis 20:15
Reportagereihe
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Viele albanische Männer werden schon als Kinder darauf eingeschworen, eines Tages die Ehre ihrer Familie mit einem Mord zu verteidigen.


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Viele albanische Männer werden schon als Kinder darauf eingeschworen, eines Tages die Ehre ihrer Familie mit einem Mord zu verteidigen.


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Schwester Christina hilft seit über 20 Jahren Menschen in Not.


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Der Kanun, ein Moralkodex aus dem Mittelalter, hält den Norden Albaniens immer noch fest im Griff. Auf diesem Berg soll er einst entstanden sein.


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Irina arbeitet für die katholische Mission in Shkodra. Sie hat einst bei Schwester Christina Zuflucht gefunden, nachdem ihre Familie in einen Blutrache-Konflikt geraten war.


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Reshit und Zyra Gjata sind seit 15 Jahren gezwungen, in Isolation zu leben. Sie büßen für den Mord ihres Sohnes. So will es das uralte Gesetz des Kanun.

Übersicht

In Nordalbanien bestimmt die jahrhundertealte Tradition der Blutrache noch immer das Leben vieler Menschen. Familien leben in Angst und Isolation. Während Vermittelnde und Helfende um Versöhnung kämpfen, zeigt die Reportage die Folgen eines Konflikts, der Generationen prägt.

Themen

    Details

    In Nordalbanien wirkt ein jahrhundertealtes Gewohnheitsrecht bis heute nach: der Kanun. Nach seinen Regeln endet die Schuld für einen Mord nicht mit einer Gefängnisstrafe. Oft geraten ganze Familien in einen Kreislauf aus Angst, Vergeltung und sozialer Isolation. Die Reportage begleitet den Vermittler Dede Shullani, der seit Jahren versucht, verfeindete Familien zu versöhnen. Sein aktueller Fall reicht 15 Jahre zurück: Nach einem tödlichen Streit stehen sich zwei Familien unversöhnlich gegenüber. Während die Eltern des Täters abgeschottet leben und um das Leben ihrer Söhne fürchten, lehnt die Witwe des Opfers eine Versöhnung bislang ab. Auch Schwester Christina begegnet den Folgen der Blutrache täglich. In ihrer Mission in Shkodra unterstützt sie Frauen, Kinder und Familien, die unter den Auswirkungen der Blutfehden leiden. Gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen hilft sie Menschen, die oft kaum noch Hoffnung auf ein normales Leben haben. Der Beitrag zeigt, wie tief die Tradition der Blutrache in manchen Regionen Albaniens bis heute verwurzelt ist. Er erzählt von Menschen, die zwischen alten Regeln und modernem Rechtsstaat gefangen sind, von Angst und Einsamkeit - aber auch von jenen, die sich für Versöhnung und ein Ende der Gewalt einsetzen. Dabei wird deutlich, wie schwer es ist, jahrhundertealte Vorstellungen von Ehre und Vergeltung zu überwinden - und wie wichtig diejenigen sind, die dem Hass mit Menschlichkeit begegnen.

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