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Was ist er wirklich, der Bachmannpreis? Heiliger Gral der Gegenwartsliteratur, schöner Betriebsausflug - oder doch ein GTI-Treffen für Germanisten?
Seit 50 Jahren lesen Autorinnen und Autoren in Klagenfurt, Literaturkritiker streiten öffentlich - im Fernsehen. Passt ein Format ohne KI, mit Wahrheitsanspruch, noch in eine Welt aus Fake News, Filterblasen und Safe Spaces?
Der Bachmannpreis wirkt anachronistisch und überlebenswillig zugleich: ein Lese- und Diskussionsformat, dessen Namensgeberin sagte, die Wahrheit sei dem Menschen zumutbar. Trotz Debatten um Abschaffung und knapper Kassen hat dieses „Wettlesen“ als literarische Nischenpflanze ein halbes Jahrhundert überdauert. Der Bachmannpreis hat es geschafft, 50 Jahre lang als hübsche Nischenpflanze am Fensterbrett der Weltbühne zu überdauern. Es fragt sich nur, wie?
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