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Literarischer Anarchist, Sprachzauberer und Verwandlungskünstler: Hans Carl Artmann (1921-2000) entzieht sich jeder Schublade und überrascht mit Witz, Radikalität und poetischem Eigensinn.
Die Dokumentation „H. C. Artmann - Freibeuter der Sprache“ zeichnet ein Porträt des Menschen, Partners und Autors Artmann und spürt seinem Werk sowie dessen nachhaltiger Wirkung nach - von den frühen Gedichten bis zur großen literarischen Anerkennung.
1921 geboren, wurde Artmann mit 20 Jahren zur Wehrmacht eingezogen. Zwei Desertionen führten zu einer Verurteilung zu zwölf Jahren Zuchthaus. Seine lebenslange Abneigung gegen Autorität prägte auch seine Literatur.
1947 erschienen erste Gedichte, 1958 gelang ihm mit dem Dialektband „med ana schwoazzn dintn“ ein Sensationserfolg. Artmann inszenierte sich als „Churfürstl. Sylbenstecher“ und formulierte in seiner berühmten „Acht-Punkte-Proklamation des poetischen Actes“, dass man auch Dichter sein könne, ohne je ein Wort geschrieben zu haben.
1997 erhielt er den Georg-Büchner-Preis - kommentiert mit einem lakonischen „zu spät!“
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