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Wer ohne Ticket Bus und Bahn fährt, begeht eine Straftat. Diejenigen, die das erhöhte Beförderungsentgelt nicht zahlen können, riskieren vielerorts, im Gefängnis zu landen. Das hilft ihnen nicht weiter, belastet die Justiz und kostet den Staat viel Geld. Aber ist es gerecht, wenn die einen zahlen und die anderen nicht? Und was würde eine Entkriminalisierung bringen?
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Ohne Ticket in Bus und Bahn unterwegs. Das ist schon vielen passiert, unbeabsichtigt oder beabsichtigt. Doch wer schwarzfährt, begeht eine Straftat. Und so landen jedes Jahr tausende Menschen im Gefängnis, oftmals über mehrere Monate: weil sie ihre Strafe für einige Fahrten ohne Ticket nicht bezahlen können.
Strafe muss sein, finden die einen, für die das eine Frage von Wertschätzung, Lastenverteilung und Gerechtigkeit ist. Ungerecht finden das die anderen, weil es fast immer die Schwächsten trifft, etwa weil sie süchtig oder psychisch krank sind und ihr Leben nicht ausreichend im Griff haben. Gefängnis hilft vielen nicht weiter, doch umso teurer wird es dadurch für uns alle. Denn jeder Haft-Tag kostet den Staat um die 200 Euro. Bundesjustizministerin Hubig hat Anfang April 2026 vorgeschlagen, das Delikt aus dem Strafgesetzbuch zu streichen. Seitdem gibt es eine breite gesellschaftliche Debatte über das Für und Wider.
Die rbb24 Reporter treffen Menschen, die in der JVA Plötzensee ihre Strafe verbüßen und solche, die im wahrsten Sinne des Wortes freigekauft werden - von Aktivisten, die sich für die Entkriminalisierung von Schwarzfahren einsetzen. Sie sind in Brandenburg unterwegs mit einer Zugbegleiterin, die täglich mit Kunden ohne Fahrkarte zu kämpfen hat und sprechen mit einem Ex-Gefängnisdirektor, der eine klare Meinung dazu hat. Und sie beobachten Guerilla-Aktionen für ein 0-Euro-Ticket. Immer auf der Suche nach der Antwort auf die Frage: Ist das Gefängnis für eine „unbezahlte Freifahrt“ die richtige Lösung?
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| von: | Henno Osberghaus, Fabian Grieger |
Top-Spielfilm am 05.05.
Spielfilm
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