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Weitgehend improvisierte Dreharbeiten auf offener See, pannenanfällige Hai-Attrappen, ein unerfahrener Regisseur - eigentlich drohte dem B-Movie mit seinem ausufernden Budget der sichere Schiffbruch: Doch dann wurde Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ zu einem der ersten Blockbuster der Filmgeschichte. 50 Jahre nach Erscheinen des Films besucht die Dokumentation „Der weiße Hai, Kultfilm mit Biss“ Martha‘s Vineyard, den kleinen Badeort, an dem Spielberg drehte. Doch die Dokumentation ist weit mehr als ein Making-of: Sie wirft einen ganz neuen Blick hinter die Kulissen.
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Im Sommer 1975 setzte der junge Regisseur Steven Spielberg mit einem überdimensionalen Haigebiss, einer Haiflosse aus Plastik und dem unverwechselbaren, von John Williams komponierten zweitönigen Hauptthema neue Maßstäbe im Kino. Mit dem Schrecken aus der Tiefe, einem menschenfressenden, gigantischen Weißen Hai, wurde der gleichnamige Film zu einer ähnlich traumatischen Kinoerfahrung wie Alfred Hitchcocks „Psycho“: Er löste nachhaltig und über Generationen hinweg Urängste aus. An den Stränden der Welt gab es ein „Davor“ und ein „Danach“. Der damals erst 28-jährige Steven Spielberg setzte nicht nur neue Maßstäbe für das Genre des Thrillers, sondern formulierte zugleich eine beißende Kritik am US-Kapitalismus der 1970er Jahre. Zudem war „Der weiße Hai“ weit mehr als einer der ersten Blockbuster der Filmgeschichte: Spielberg prägte das Spielfilm-Franchise, die kommerzielle Zauberformel zur Vermarktung von Filmerfolgen. Für Hollywood wurde „Der weiße Hai“ zum Prototyp aller nachfolgenden Kinoerfolge. Anhand von Archivaufnahmen und Interviews mit dem Filmteam zeichnet die Dokumentation die faszinierende Entstehungsgeschichte nach.
Hinweis
Synchronfassung
Personen
| Regie: | Olivier Bonnard, Antoine Coursat |