Das Gerichtsschiff macht Station in den Dörfern Vila Progresso, Itamatatuba und Limão do Curuá. Auf dieser Reise wird Richterin Laura Costeira von einem Kamerateam begleitet.
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Das Gerichtsschiff macht Station in den Dörfern Vila Progresso, Itamatatuba und Limão do Curuá. Auf dieser Reise wird Richterin Laura Costeira von einem Kamerateam begleitet.

Um den Menschen am Amazonas den Zugang zu staatlichen Dienstleistungen zu ermöglichen, mietet die brasilianische Justizbehörde die ?João Bruno II?" alle zwei Monate als schwimmendes Gericht an.

Laura Costeira ist die leitende Richterin an Bord und für das gesamte Team verantwortlich. Ihr Auftrag: Recht und Gerechtigkeit in die entlegenen Regionen bringen.

70 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder sorgen dafür, dass die Reise des Gerichtsschiffes ein Erfolg wird.
Übersicht
Viele Menschen am Amazonas leben in schwer zugänglichen Gebieten, abseits großer Städte ohne jede Infrastruktur - und ohne Zugang zu Behörden und Ämtern. Für Recht und Ordnung sorgt ein schwimmendes Gerichtsschiff, welches sechsmal pro Jahr die Flussarme des Amazonas befährt und Streitfälle in den Gemeinden schlichtet. An Bord sind neben einer Richterin und einem Staatsanwalt mehrere Sozialarbeiter. Fast 70 Mitarbeiter teilen sich während dieser Zeit die wenigen Waschbecken und Hängematten. Eine logistische Herausforderung.
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Sorgerechtsstreitereien, Unterhaltsforderungen oder kleinere Diebstähle - all das, was in größeren Städten zur täglichen Routine von Gerichten und Ämtern gehört, stellt an den Flussufern des Amazonas eine besondere Herausforderung dar. Denn oft liegen die kleinen Dörfer und Gemeinden an unzugänglichen Uferstellen, an denen nur Schiffe anlanden können. Feste Wege oder gar Straßen gibt es nicht. Selbst die Kleinsten werden per Boot in den Kindergarten gebracht.
Dennoch unterstehen auch jene Ortschaften der brasilianischen Gerichtsbarkeit, und die Menschen haben ein Recht auf Unterstützung bei Amtsfragen und Streitfällen. Sechsmal im Jahr fährt deshalb das Gerichtschiff „João Bruno“ für jeweils eine Woche die Regionen ab, um den Menschen in jenen abgelegenen Orten diese Serviceleistung des Staates anzubieten. Höchste Instanz dabei ist eine amtliche Richterin oder ein Richter. Diesmal ist es Laura Costeira.
Der 42-jährigen ist es ein Anliegen, ihre Dienste den Menschen auch abseits der Städte nahezubringen. Einfach wird die Reise nicht: An Bord gibt es für die insgesamt 70-köpfige Reisegemeinschaft gerade einmal vier Waschmöglichkeiten. Die meisten Passagiere schlafen in Hängematten. Eine einzige Köchin ist für die Verpflegung der Mannschaft zuständig. Und dennoch hat sich das Projekt zu einem Erfolgsmodell entwickelt - bei der Mannschaft und den Menschen am Amazonas. So soll es auch diesmal sein.
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