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Nach atomarer Abrüstung scheint die Welt auf ein neues Atomzeitalter zuzusteuern. „Tracks East“ zeigt, wie Drohungen mit der Bombe als Machtmittel eingesetzt werden. Ein Fotograf in Tschernobyl, eine ukrainische Musikerin und eine Filmemacherin in Kasachstan machen die nukleare Bedrohung greifbar.
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Aufrüsten statt abrüsten: Die Welt rückt gefährlich nah an ein neues Atomzeitalter. Die „Doomsday Clock“ steht kurz vor Mitternacht. Auslaufende Verträge, neue Atomtests und immer lautere Drohungen verschärfen die Lage. Erinnern sich Politikbetreibende eigentlich noch daran, was nukleare Katastrophen bedeuten? „Tracks East“ hat sich bei denen umgeschaut, die mit der Gefahr leben.
In der Ukraine geht es mit Fotograf Anton Yukhimenko in die Sperrzone von Tschernobyl. Trotz Krieg und Zugangsbeschränkungen kehrt er immer wieder zurück - aus Faszination für einen Ort, der für ihn Mahnmal und Lebensinhalt zugleich ist.
Die Band Go_A drehte kurz vor dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 ihren Song Shum teilweise in der Tschernobyl-Sperrzone. Seine dystopische Stimmung galt als kultureller Vorbote der angespannten Lage.
Das wichtigste nukleare Testgelände der Sowjetunion lag in Kasachstan, insgesamt gab es dort mehr als 450 Explosionen. Rund um das Testgelände lebten all die Jahre über Generationen von Menschen. Die kasachische Filmemacherin Aigerim Seitenova macht ein jahrzehntelang verdrängtes Trauma sichtbar.
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