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Der Autor Paul Bowles nannte die marokkanische Hafenstadt die „Stadt der Träume“, Henry Matisse liebte Tanger wegen ihres „besonderen Lichts“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Tanger zur „Internationalen Zone“ und zum Hotspot des Jetsets: Es kamen Abenteurer, Schriftsteller sowie die Reichen und die Schönen. Eine ausschweifende Libertinage verdrängte die düstere Zeit.
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Tanger zog Abenteurer und Schriftsteller wie Paul Bowles und William S. Burroughs an, aber auch die Reichen und Schönen, darunter die Woolworth-Erbin und damals reichste Frau der Welt, Barbara Hutton, deren ausschweifende Feste legendär waren. Käuflicher Sex war ebenso selbstverständlich verfügbar wie harte Drogen. In den 1960er Jahren waren es die Rolling Stones, später Modedesigner und Filmemacher, die sich in die Stadt verliebten. Sie alle haben in Tanger ihre Spuren hinterlassen. Araber, Perser, Juden, Franzosen, Spanier, Engländer und Amerikaner hatten hier schon ihr Glück gesucht - und so das Stadtbild über die Jahre mit einer Mixtur der Kontraste geprägt.
Die Dokumentation taucht ein in die Stadt der unzähligen Geschichten: Zu Wort kommen Rachid Taferssiti, ein Chronist, der seiner Stadt leidenschaftlich verfallen ist, der Kunsthändler Majid Rais El Fenni, der als 16-Jähriger auf den Partys der Jetset-Ikone Barbara Hutton arbeitete, der Theaterregisseur und Schriftsteller Zoubeir Ben Bouchta, der eng mit Paul Bowles zusammengearbeitet hat, sowie die Schauspielerin Soumayah Akaaboune, die 2014 aus Hollywood in ihre Heimatstadt zurückkehrte. Sie alle beschreiben die magische Anziehungskraft Tangers aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.
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