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Marienerscheinungen sind für die einen ein Hoffnungszeichen, für die anderen Aberglaube und religiöses Marketing. Die Dokumentation „Holy Mary - Wer glaubt an Marienerscheinungen?“ begleitet den gläubigen Familienvater Dominic und seine beiden Töchter auf einen Roadtrip mit dem Campingbus: 1.300 Kilometer von Rheinland-Pfalz nach Lourdes in Frankreich, einem der bekanntesten Marienwallfahrtsorte der Welt.
Dominic glaubt an die Erscheinungen der Gottesmutter in Lourdes. Seine Töchter stehen irgendwo dazwischen: Sie sind offen für das, was sie an dem Marienerscheinungsort erleben werden, aber manchmal auch peinlich berührt, wenn ihr Papa zu emotional wird. Die Sommerurlaube verbringt die Familie gern im Trainingslager von Schalke 04. Die Liebe zum Verein und die Liebe zur Gottesmutter, sie sind nicht gleichzusetzen, sagt Dominic, aber beides könne einem Leben Sinn geben. Dominic will seinen Töchtern zeigen, warum Lourdes ihn seit seiner Kindheit nicht loslässt.
Während Lourdes schon fast im religiösen Mainstream angekommen ist, war der zweite Spielort der Dokumentation lange umstritten: Medjugorje in Bosnien-Herzegowina. Hier soll Maria den Seherinnen und Sehern jeden Tag erscheinen. In Social Media-Beiträgen werden Erfahrungsberichte von jungen Pilgerinnen und Pilgern geteilt, und zum Jugendfestival kommen rund 70.000 Menschen aus der ganzen Welt. Die Dokumentation begleitet die Studentin Lea zu diesem Event.
Anhand historischer Aufnahmen der verschiedenen Wallfahrtsorte ordnet Religionswissenschaftlerin Nicole Bauer die Geschehnisse ein. Sie erklärt, wie die katholische Kirche versucht, die Echtheit der Erscheinungen zu prüfen. Wie kann sie auf die Gläubigen zugehen, ohne sich mit einem vermeintlich naiven Wunderglauben angreifbar zu machen?
Hinweis
Die Dokumentation wird zum Start des Marienmonats Mai veröffentlicht.