Songs der Gastarbeiter

Liebe, D-Mark und Tod

bis 00:00
Dokumentarfilm
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260401223000
VPS 00:00

Übersicht

Sie sangen ihre Lieder, sie machten ihre Musik. Die türkischen Gastarbeiter:innen und ihre Enkelkinder in Deutschland. Diese musikalische Kultur, die es in dieser Form nur in Deutschland gab, ist ein kulturelles Erbe der Bundesrepublik. Die Entdeckung dieser musikalischen Subkultur eröffnet viele neue Perspektiven auf Heimat, Identität und Partizipation.

Themen

    Details

    Seit jeher wurde die Migration nach Deutschland musikalisch begleitet. Arbeiterwohnheime und Teehäuser waren die ersten improvisierten Bühnen für gesellschaftskritische Musiker:innen. Diese sangen und komponierten Lieder, die ihre Lebensumstände in der Ferne widerspiegelten - mal melancholische, mal fröhlich sarkastische Melodien und Texte über Aufbruch und Abenteuerlust, aber auch über die krude fremde Arbeitswelt und Abweisung durch die Gastgeber, Entwurzelung und Heimat. Zeit und Entfernung schufen ein Bild der Türkei aus Erinnerungen und Sehnsüchten. Fern ihrer Heimat entwickelten die Migrant:innen in Deutschland eine eigene Musikkultur mit großen Unterschieden zum Musikleben in der Türkei. Zwar wurden diese Songs auf Hochzeiten, religiösen Veranstaltungen oder in Gesangsvereinen über Jahrzehnte leidenschaftlich und laut gesungen, doch wurden sie von der deutschen Kulturindustrie überhört. Mit dem Aufkommen von Satellitenfernsehen und Musikkassetten, später auch CDs, wurde die Isolation beendet. Die kulturellen Bedürfnisse der Einwanderer wurden nun ab Mitte der 1990er Jahre vom türkischen Markt gestillt, die beiden isolierten Musikszenen kreuzten sich und es entstanden unzählige Hybride. Und heute: Mit der Erfolgsgeschichte des Hip-Hop kam der Durchbruch für die zweite und dritte Generation von Musiker:innen, die ihre eigenen Lebenswirklichkeiten diesmal auf den großen Bühnen ihrer Heimat Deutschland behandelten.

    Hinweis

    Der Film von Cem Kaya feierte 2022 seine Premiere in der Sektion Panorama der Berlinale.

    Personen

    von:Cem Kaya


    TVinfo
    X