Einfach Blumen aufs Dach

Deutsche Demokratische Republik, 1979
Komödie
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20220522150000
VPS 00:00

Übersicht

Nach der Geburt ihrer Zwillinge sind die Blaschkes zu sechst. Nun ist der Trabi wirklich zu klein. Mit Hilfe seiner Kollegen und eines Ministers ersteht Herr Blaschke einen „Tschaika“ zum Schrottpreis. Aber die Staatskarosse sorgt nun für reichlich Turbulenzen.

Themen

    Details

    Berlin, im Jahre 1978. Hochspannungsmonteur Hannes Blaschke und seine Frau Maxi , Busfahrerin, haben Familienzuwachs bekommen: Zwillinge. Das stellt sie vor ein Problem. Ihr Trabant ist zu klein, um die große Familie, zu der noch zwei Söhne und ein Hund gehören, aufzunehmen. Hannes‘ Brigade weiß Rat. Gemeinsam sehen sie sich auf einem Autoschrottplatz der DHZ nach einem größeren Wagen um und entdecken dort einen zum Verschrotten abgegebenen Repräsentationswagen der sowjetischen Marke „Tschaika“. Mit Hilfe eines ministeriellen Machtwortes erwirbt Herr Blaschke die Luxuslimousine für eine Mark pro Kilo. Während seine Frau Maxi anfangs ein Problem mit der Karosse hat, sonnt sich Herr Blaschke in der Zuvorkommenheit, die ihm plötzlich überall entgegengebracht wird. Da sind Volkspolizisten schnell bereit, Parksünden zu ignorieren und ein Halteverbotsschild zu versetzen, da stehen Pioniergruppen stramm und helfen Volksarmisten im Manöver aus dem Schlamm. Da öffnen sich für die dem Tschaika entsteigenden Kollegen die Tore eines ausverkauften Länderspielstadions und Herr Blaschke gerät sogar auf einen diplomatischen Cocktail-Empfang. Das steigt ihm alles reichlich zu Kopf und so verpassen ihm seine Kollegen einen Denkzettel: Sie bemalen den schwarzen Tschaika mit bunten Blumen - sozusagen Flower Power statt Staatsmacht.

    Hinweis

    Mit „Einfach Blumen aufs Dach“ gelang Regisseur Roland Oehme eine weitere heitere DEFA-Komödie, in die das Publikum strömte. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit dem Schriftsteller Rudi Strahl (1931 - 2001), der zu den erfolgreichsten Dramatikern der DDR gehörte. Er hatte das Talent, „Stücke zu schreiben, in denen die DDR über sich selbst lachte und nur ein einziges Mal verboten zu werden“ . Der Film wurde von Kritikern als beste Komödie des Jahres 1979 gewählt. Zu diesem Erfolg trug neben der Geschichte das großartige Darstellerensemble bei: „Besetzung, Führung und Arbeit der Schauspieler sind im Einzelnen wie im organischen Ensemblespiel außerordentlich gut“, urteilte Klaus Wischnewski in „Film und Fernsehen“ 7/1979.

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Hannes Blaschke
    Maxi Blaschke
    Uwe Blaschke
    Jochen Müller
    Kurt Klawohn
    Sohni Schilling
    Minister
    Referentin
    Wachtmeister Scheibchen
    Elfi Müller
    DHZ-Direktor
    Empfangschef „Neptun“
    Regie:Roland Oehme
    Drehbuch:Rudi Strahl, Roland Oehme
    Kamera:Jürgen Lenz
    Musik:Hans Jürgen Wenzel
    TVinfo
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