Am Schauplatz: Wohnen, wo es günstig ist

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Reportage
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Im Bild: Die 84-jährige Psychoanalytikerin Ute Karin H,und die Musikstudentin Eva haben sich sehr schnell gefunden, über die Plattform Wohnbuddy. "Ich liebe Blumen - und Eva hilft mir beim Einkaufen und beim Dekorieren der Wohnung", erzählt Ute Karin.


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Im Bild: Die 84-jährige Psychoanalytikerin Ute Karin H,und die Musikstudentin Eva haben sich sehr schnell gefunden, über die Plattform Wohnbuddy. "Ich liebe Blumen - und Eva hilft mir beim Einkaufen und beim Dekorieren der Wohnung", erzählt Ute Karin.


Bild 2

Im Bild: Weil die 84-jährige Psychoanalytikerin Ute-Karin H. allein eine große Wohnung im 3. Bezirk in Wien bewohnt, hat sie über die Plattform Wohnbuddy eine Mitbewohnerin gesucht. "Eva hat sich gemeldet und erzählt, dass sie täglich von Oberösterreich nach Wien auf die Uni pendelt - ich habe ihr angeboten, das Zahnbürstl einzupacken und gleich bei mir zu einzuziehen." Der Musikstudentin Eva gefällt es gut. Und sie zahlt weniger, als in anderen Wohngemeinschaften - dafür hilft sie Ute-Karin beim Einkaufen und leistet ihr Gesellschaft.


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Im Bild: Hüttenbesitzer Sigi und sein Angestellter Thomas packen über den Sommer gemeinsam auf der Moosalm in Salzburg an. Allein schafft Sigi die Arbeit mit den Almgästen, den Kühen und Fischen nicht. Er bietet Thomas ein Gratis-Zimmer, Essen und ein paar hundert Euro pro Monat. Auf diese Weise ersparen sich beide etwas.


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Im Bild: Zu tun gibt es auch auf einer 200 Quadratmeter großen Parzelle genug: Gartenpflege, Dach reparieren, ausmisten. Frau Doris lebt hier von Mai bis September. "Ich würde das hier nie verkaufen", sagt sie. Sie zieht die Ruhe und die gute Luft hier ihrer Winter-Wohnung in Kaisermühlen in Wien vor.


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Im Bild: Die Mieter*innen des Hauses Willy Fred in Linz machen sich in ihren zweiwöchentlichen Treffen selbst aus, was im Haus saniert wird, wer wo wohnt und wieviel das kostet. Aufgaben wie Buchhaltung und Stiegenhaus-Reinigung teilen sie sich auf.


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Im Bild: Auf dem Campingplatz Paradise Garden in Kaumberg in Niederösterreich sind 10 Parzellen ständig bewohnt. Die Dauercamper haben ihre Wohnwägen verbaut oder leben in gut isolierten Mobilheimen. Strom, Gas und Kanalisation gibt es hier auch. Und ein Badehaus, das zum Duschen benützt wird - auch im Winter.


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Im Bild: Auf der Moosalm in Salzburg gibt es von Mai bis September viel zu tun. Gäste bewirten, Kühe melken, Zäune richten, Fische füttern. Dafür ist heuer auch Thomas zuständig. Er arbeitet für Kost und Logis und geringfügige Bezahlung. "Da erspare ich mir schon ein paar hundert Euro in der Saison."


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Im Bild: Herr Fritz wohnt seit bald zwanzig Jahren fix hier, im Sommer und im Winter. Vor einigen Jahren ist seine Frau gestorben - er ist geblieben. "Ich würde nie wieder in die Stadt ziehen. Allein schon wegen den Parkplätzen", begründet er. Seine Hobbies sind die Blumen und das Kartenspielen mit den Freunden.


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Im Bild: Seit mehr als 40 Jahren betreibt Leopold G. seinen Campingplatz "Paradise Garden" in Kaumberg in Niederösterreich. Er kümmert sich hier um alles - vom Rasenmähen im Sommer zum Schneeräumen im Winter, über das Anschließen von neuen Mobilheimen bis hin zum Glühbirne tauschen. "Die meisten Dauercamper kenne ich seit ewig. Sie sind meine Familie", sagt er. Das Wohnen kostet hier 200-300 Euro im Monat, inklusive Nebenkosten.


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Im Bild: Die pensionierte Finanzberaterin Frau Regina hat ihr Haus dem Sohn übergeben und lebt seit kurzem in ihrem modernen 50-Quadratmeter-Mobilheim. 20 Quadratmeter Wintergarten kommen noch dazu. "Mein Traum hat sich erfüllt", schwärmt sie, "es ist wirklich ein Paradies hier." Manche ihrer Bekannten können das aber nicht nachvollziehen. "Die halten mich für verrückt, weil ich auf einen Campingplatz gezogen bin."


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Im Bild: Sisa E. ist eine der Mitbegründerinnen des Hausprojekts Willy*Fed im Herzen von Linz. Den Verein hat eine Gruppe von Menschen, die dem Kapitalismus entfliehen und selbst organisiert wohnen möchte, vor acht Jahren gegründet - und das Haus mit seinen 1600 m2 mit Hilfe von Direktkrediten gekauft. "Es gehört jetzt niemanden, aber die Mieter*innen können es nutzen wie ihr gemeinsames Eigentum." Die Mietpreise setzen sie selbst fest - ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft oder eine kleine Wohnung kostet derzeit je nach Größe zwischen 200 und 500 Euro.

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