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Um das Jahr 1928 ist der Einfluss der Nationalsozialisten im Dorf gewachsen. Schuster Julius Kraus versucht weiterhin, sich aus der Politik herauszuhalten. Doch eine Millionenerbschaft bringt sein Geheimnis ans Licht, woraufhin SA-Mann Silvan ihn unter Druck setzt. Kraus trifft eine mutige Entscheidung, mit dramatischen Konsequenzen. - Historiendrama von Matti Geschonneck
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Zehn Jahre später, um das Jahr 1928: Die Nationalsozialisten bestimmen zunehmend das Leben im Dorf, während Schuster Julius noch immer versucht, sich aus der Politik herauszuhalten. Als er vom Unfalltod seines Sohnes in Übersee erfährt, trifft ihn kurz darauf eine weitere Nachricht: Er erbt mehr als eine Million Dollar. Bei den Formalitäten kommt daraufhin sein lange gehütetes Geheimnis ans Licht. Kraus ist jüdischer Herkunft. Während der Notar ihm Verschwiegenheit zusichert, macht die Presse schon bald seine Millionenerbschaft öffentlich. Für Kraus wird der unerwartete Reichtum zur Bedrohung. SA-Sturmführer Silvan, der im Dorf immer mächtiger wird, nutzt seine Angst und erpresst ihn. Doch diesmal zieht sich Kraus nicht zurück. Er schenkt sein Vermögen seinem Freund Ludwig Allberger und bekennt sich öffentlich zu seiner jüdischen Herkunft. Die Gewalt im Dorf eskaliert: Der Machtkampf der Nazis fordert seine nächsten Opfer.
Mit der Verfilmung von Oskar Maria Grafs Roman „Unruhe um einen Friedfertigen“ gelingt Matti Geschonneck („Die Wannseekonferenz“) eine eindringliche Darstellung des aufkommenden Faschismus. In der bayerischen Provinz angesiedelt, entfaltet der historische Zweiteiler angesichts der gesellschaftspolitischen Umbrüche in Europa besondere Aktualität. Geschonneck verbindet historische Genauigkeit mit emotionaler Wucht. Getragen wird der Film von einem hochkarätigen Ensemble um Josef Hader, Sigi Zimmerschied, Sebastian Bezzel und Verena Altenberger.
Hinweis
Audiodeskription, Produktion: Claussen+Putz Filmproduktion, Film AG, ZDF, ORF
Personen
Schauspieler: Rolle | Julius Kraus Heingeiger senior Silvan Heingeiger junior Ludwig Allberger Julie Stelzinger Anna Stelzinger Johann Stelzinger Bertl Peter Heingeiger Wendler |
| Regie: | Matti Geschonneck |
| Drehbuch: | Hannah Hollinger |
| Kamera: | Theo Bierkens |
| Musik: | Boris Bojadzhiev |
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