Dreißig Jahre an der Peitsche

Deutschland, 2024
bis 00:15
Dokudrama
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261216224000
VPS 00:00

Übersicht

Rosa von Praunheim, Wegbereiter des deutschen Queer-Films, adaptiert in diesem Dokudrama die Memoiren der Domina Tina. Sein vorletzter Film (2024) ist auch ein Zeitzeugnis der 80er und 90er Jahre in West-Berlin. Es ist das Porträt eines ungewöhnlichen und doch aufrichtigen Lebens. ARTE strahlt das Werk aus Anlass des ersten Todestages des avantgardistischen Regisseurs aus.

Themen

    Details

    Die lebenslustige Tina ist Berlinerin und wird bald 65 Jahre alt. Fast ihr ganzes Leben hat sie in der Prostitution zugebracht, hauptsächlich als Domina in ihrem eigenen Studio. Tina erzählt ihre Geschichte vor verschiedenen Hintergründen, in diversen Lokalitäten und trifft Wegbegleiter und Freunde. Szenen aus ihrer Jugend und aus ihrem Erfahrungsschatz als Domina werden von Schauspielern und Schauspielerinnen dargestellt. In einigen Spielszenen kann die echte Tina eingreifen und das Geschehen mitgestalten, so wie Regisseur Rosa von Praunheim es auch in seinem Film über Charlotte von Mahlsdorf („Ich bin meine eigene Frau“, 1992) gemacht hat. Das Dokudrama erzählt ohne künstlerisch untermalte Tragik den Weg einer emanzipierten Frau in der Berliner Szene, der von Spielsucht, konfliktreichen Begegnungen, aber vor allem Menschenliebe geprägt ist. In ihrer ehrlichen Selbsterzählung vermittelt Tina die gelernten Lektionen eines Lebens außerhalb der Norm und die Hintergründe einer Sexualität, die ihrer eigenen nie entsprach. Das Nachsinnen über Kontrolle, Gewalt und Verantwortung im Beruf der Sexarbeiterin, gelenkt von den Fragestellungen des Gehilfen Praunheim, liefert ein tiefgründiges menschliches Porträt. Rosa von Praunheim (1942-2025) wurde mit seinem Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ 1971 zum Pionier des lesbisch-schwulen Filmschaffens in Deutschland. In seinem Werk hat er sich für die Darstellung sexueller Minderheiten und marginalisierter Gruppen eingesetzt. Mit Respekt und Humor schuf er die Grundlagen des queeren Kinos.

    Hinweis

    Audiodeskription, Produktion: Rosa von Praunheim Filmproduktion, WDR, SWR, BR, ARTE

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    selbst
    Tina
    Meinhard
    Ute
    Mustafa
    Regie:Rosa von Praunheim
    Drehbuch:Nico Woche, Rosa von Praunheim
    Kamera:Lorenz Haarmann
    Musik:Andreas M. Wolter


    TVinfo
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