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Die Liebesbeziehungen der jungen Französin Anaïs sind intensiv, aber von kurzer Dauer. Als sie eines Tages den älteren Daniel kennenlernt, erwächst aus der Affäre mit ihm schnell ein näheres Interesse an seiner Frau Emilie ... - Temporeiche Liebeskomödie (2020) der französischen Regisseurin und Schauspielerin Charline Bourgeois-Tacquet
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Anaïs ist immer etwas spät dran. Sie leidet unter Klaustrophobie und kann nicht mit der Métro fahren oder den Aufzug nehmen. Sie mag es nicht, neben einer anderen Person zu schlafen, weshalb auch das Zusammenleben mit ihrem Freund Raoul gescheitert ist. Anaïs redet viel und ist direkt. Eine Karriere konnte sich die 30-Jährige noch nicht aufbauen, so dass es auch finanziell nicht gut läuft.
So wie Anaïs durch ihr Leben hetzt, eilt sie auch von einer Liebesbeziehung zur nächsten. Dazwischen schreibt sie halbherzig ihre Doktorarbeit über „Leidenschaft im 17. Jahrhundert“.
Auf einer Feier begegnet sie dem deutlich älteren Daniel und beginnt eine Affäre mit ihm. Nach und nach stellt Anaïs jedoch fest, dass dessen Frau Emilie eine noch weitaus stärkere Anziehungskraft auf sie ausübt. Anaïs möchte die Frau kennenlernen, die ihr Geld als Schriftstellerin verdient, ihre Zeit in den Bergen verbringt und einen ähnlichen Freiheitsbegriff wie sie selbst vertritt. Behutsam versucht Anaïs, von Daniel mehr über Emilie zu erfahren. Als sie ihr zufällig persönlich begegnet, gibt es kein Halten mehr: Sie fährt auf eine Tagung, bei der sie Emilie treffen kann, und schafft es tatsächlich, die Schriftstellerin zu verführen. An diesem Wochenende erleben sie eine romantische Annäherung, deren Zukunft es noch zu ergründen gilt.
Nach den Kurzfilmen „Joujou“ (2016) und „Pauline asservie“ (2018) ist „Der Sommer mit Anaïs“ der erste Langfilm der französischen Regisseurin und Schauspielerin Charline Bourgeois-Tacquet. Seine Premiere hatte er in Cannes bei der Semaine de la Critique.
Hinweis
Synchronfassung, Audiodeskription, Produktion: Année Zéro, ARTE France Cinéma, Les Films Pelléas
Personen
Schauspieler: Rolle | Anaïs Daniel Emilie Yoann Balthazar Raoul Anaïs‘ Mutter Anaïs‘ Vater |
| Regie: | Charline Bourgeois-Tacquet |
| Drehbuch: | Charline Bourgeois-Tacquet |
| Kamera: | Noé Bach |
| Musik: | Nicola Piovani |
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