Übersicht
In einer Studie wurden Menschen zwischen 14 und 94 gefragt, wie schnell die letzten zehn Jahre für sie vergangen sind. Für Teenager dauerte diese Zeitspanne lange, für junge Erwachsene ging es etwas schneller und für ältere noch schneller. Woran liegt das?
Warum vergeht die Zeit immer schneller, je älter du wirst?
Themen
Details
Obwohl wir in unserem Körper kein Organ haben, das Zeit wahrnehmen kann, haben wir trotzdem ein Gefühl für Zeit. Der Eindruck vergehender Zeit entsteht zum Beispiel, weil unser Gehirn Veränderungen wahrnimmt; etwa wenn es abends dunkel wird. Aber das Zeitgefühl kann auch durch Reize, die wir aus dem eigenen Körper heraus wahrnehmen, ausgelöst werden („Interozeption“). Das ist auch der Grund, warum man in sogenannten Isolationstanks trotzdem ein Gefühl für die Dauer von Zeit hat. Bei Experimenten in solchen Tanks war ein Hirnbereich besonders aktiv: die Insula. Und die ist für die Interozeption zuständig. Daher vermutet man, dass der Zeitgeber im Menschen dort liegen könnte. Wie gut ihr Zeit wahrnehmen könnt, das testet Ralph mit euch im Video.
Bei Hunden könnte auch der Geruch beim Zeitempfinden eine Rolle spielen: Einige Forscher vermuten, dass Hunde Zeit „riechen“ können. Die Theorie dahinter: Sobald Herrchen oder Frauchen die Wohnung verlassen, ändert sich mit der Zeit der Geruch im Raum: Der spezifische Duft des Menschen verblasst. Je weniger es nach Mensch riecht, desto mehr Zeit ist vergangen. Die Hundenasen sind so gut, dass Hunde auf einige Minuten genau wissen, wann die Heimkehr seines Menschen bevorsteht. Im Video zeigt Ralph euch Bilder aus einem Fernsehexperiment, bei dem der Duft des Herrchens im Raum erneuert wurde. Wartet der Hund dann zur gegebenen Zeit auch erwartungsvoll auf die Rückkehr?
Hinweis
5 weitere Sendetermine