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Rainer Werner Fassbinder machte sie zur Ikone des deutschen Autorenfilms und in Frankreich unsterblich. Und doch hat sich Hanna Schygulla längst emanzipiert von „ihrem“ Regisseur.
Sie drehte mit vielen anderen wie Volker Schlöndorff und François Ozon und schuf selbst dokumentarische Kurzfilme, die sogar im Museum of Modern Art in New York liefen. Der Film begleitet die Schauspielerin zwei Jahre lang von Paris nach Berlin.
Der Film kommt ihr sehr nah und zeigt eine beeindruckende Frau, die schon immer Brücken schlug und auch heute noch schlägt - selbst in Zeiten der Pandemie. Er führt von Film zu Chanson, von Politik zu Privatem. In ungewohnter Offenheit erzählt Hanna Schygulla, was ihr im Leben wichtig war und ist.
In Barcelona dreht Hanna Schygulla mit Jugendlichen, die aus der Psychiatrie geflohen sind, in Hamburg einen surrealistischen Kurzfilm und in Paris gleich zwei Spielfilme mit dem französischen Starregisseur François Ozon. Und in Berlin macht sie beim Flüchtlingsprojekt „Lupine“ mit jungen Mädchen aus Syrien einen Kurzfilm zum Thema Flucht - sie, die „Tschikola“, die „Polensau“, wie ihr die Kinder in der Schule in München hinterhergerufen hatten, damals, als Hanna Schygulla gerade aus Oberschlesien nach Bayern geflohen war und eine Heimat in der Fremde finden musste.
Nach Paris kam Hanna Schygulla Anfang der 1980er-Jahre „der Liebe wegen“. In ihrer Wohnung aus dem 16. Jahrhundert inszeniert sie ein (Selbst-) Gespräch mit Rainer Werner Fassbinder an dessen 75. Geburtstag, erzählt von ihren Eltern und ihren Männern - und von Alicia Bustamante, der großen kubanischen Schauspielerin, mit der sie 20 Jahre zusammenwohnte. Über sie drehte Schygulla einen Dokumentarfilm, aus dem der Film Ausschnitte zeigt - neben vielen Szenen aus „Lili Marleen“, „Die Ehe der Maria Braun“ und anderen großen Spielfilmen mit Hanna Schygulla.
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