Übersicht
Zwischen Ende des Ersten und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs liegt die kurze und zugleich glanzvolle Ära der europäischen Passagierschifffahrt. Damals treffen sich auf den Decks der großen Luxusliner Wirtschaftsgrößen, Politiker und Stars aus Sport und Unterhaltung. Immer dabei: ausgesuchte Bordfotografen. Einer der wichtigsten ist Richard Fleischhut.
Themen
Details
Ihre glanzvollste Ära erlebt die Passagierschifffahrt Anfang des 20. Jahrhunderts, als vor allem die transatlantischen Luxusliner zu Treffpunkten internationaler Prominenz werden. Einer der Bordfotografen, der das glamouröse Treiben auf den Flaggschiffen des Norddeutschen Lloyd ablichtet, ist Richard Fleischhut.
Von den 190 Fahrten der legendären Bremen, die zwischen Bremerhaven und New York verkehrt, ist Fleischhut auf 154 Fahrten dabei. Sein Revier: das First-Class-Deck, zu dem er exklusiven Zutritt hat und wo er fast alle fotografieren kann, die seinerzeit prominent sind, darunter Fred Astaire und Max Schmeling. Immer wieder auch Marlene Dietrich, die gleich von der Premiere des „Blauen Engel“ aus nach Bremerhaven aufbricht, um an Bord der Bremen ihre erste Reise in die USA anzutreten.
Richard Fleischhut ist aber auch Zeuge bitterer historischer Ereignisse. Seine Bilder von der Selbstversenkung der Columbus im Jahr 1939 gehen um die Welt.
Noch vom Rettungsboot aus fotografiert und filmt er das Inferno, das zu seiner ganz persönlichen Tragödie wird. Er muss zusehen, wie sein Bordarchiv in Flammen aufgeht.
Das Ende seiner Laufbahn als Bordfotograf bei Ausbruch des II. Weltkriegs markiert auch das vorläufige Ende der zivilen Schifffahrt für Deutschland.
Hinweis
Personen
1 weiterer Sendetermin