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Rodney Taylor kämpft in den USA gegen seine Abschiebung. Gleichzeitig wehrt sich eine Kleinstadt in Georgia gegen ein riesiges Abschiebegefängnis der US-Einwanderungsbehörde ICE.
Rodney Taylor kam als Kleinkind aus Liberia in die USA. Noch vor seinem zehnten Geburtstag wurden ihm beide Beine amputiert. In Georgia baute er sich ein Leben auf, gründete eine Familie und arbeitete als Coiffeur. Doch sein Aufenthaltsstatus blieb ungeklärt.
Anfang 2025 wurde Rodney von der US-Einwanderungsbehörde „Immigration and Customs Enforcement“ festgenommen. 15 Monate verbrachte er im „Stewart Detention Center“ im Süden des Gliedstaats. Heute ist er wieder bei seiner Familie, doch seine Zukunft bleibt ungewiss: Gegen ihn läuft weiterhin ein Abschiebungsverfahren.
Während Rodney in Haft saß, plante die Regierung rund 200 Kilometer weiter nördlich ein neues Haftzentrum für bis zu 10.000 Menschen. Ausgerechnet in Social Circle, einer kleinen, stark republikanisch geprägten Stadt, formierte sich Widerstand. Eine progressive Aktivistin und ein Trump-Wähler hatten plötzlich dasselbe Ziel: mit aller Macht das ICE-Abschiebegefängnis verhindern.
„NZZ Format“ begleitet Rodney und seine Frau Mildred nach seiner Freilassung und trifft in Social Circle jene, die sich gegen das geplante Haftzentrum stellen.
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