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Tausende Patienten werden jeden Tag in der Universitätsmedizin Göttingen versorgt. Doch was muss alles geschehen, damit Ärzte Patienten behandeln, operieren und Leben retten können? Der „Nordreportage“-Zweiteiler blickt hinter die Kulissen eines der größten Krankenhäuser in Norddeutschland - quasi eine Stadt in der Stadt.
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Blutverschmiertes OP-Besteck, komplizierte Instrumente und Werkzeuge, die vor der Reinigung erst in mehrere Teile zerlegt werden müssen: In der Zentralsterilisation der Uniklinik Göttingen beginnt für Elvira Karlin die Aufbereitung von Instrumenten nach der Operation. Tausende verschiedene Werkzeuge gehen durch ihre Hände, jedes mit einer eigenen Funktion und einem eigenen Aufbau. Sie muss genau wissen, welches wie zerlegt und behandelt wird. Gerade wenn es blutig ist, ist das kein Job für schwache Nerven.
Wenn Blutproben oder Blutkonserven schnell durch das weitläufige Klinikum transportiert werden müssen, steigt Daniel Knoke aufs Fahrrad. Damit kommt der Blutfahrer am schnellsten voran. Vor allem die Vormittage sind stressig. Dann können sich 20 oder 30 Aufträge gleichzeitig auf seinem Smartphone sammeln. Daniel muss selbst entscheiden, welcher Auftrag dann Priorität hat.
Wenn dann auch noch im OP plötzlich eine Blutkonserve benötigt wird, zählt jede Minute. Doch in den Gängen des Klinikums kreuzen Patientinnen und Patienten, Pflegekräfte und Besucher Daniels Weg. Tempo ist wichtig, aber niemand darf dabei zu Schaden kommen.
Eine Abteilung, die Patienten so gut wie nie zu Gesicht bekommen, ist die Pathologie. Viele denken dabei zuerst an Tote und an Obduktionen. Doch ein großer Teil der Arbeit dreht sich um Gewebe, Organe und Tumore lebender Patientinnen und Patienten. Oberärztin Dr. Laura Langer arbeitet im sogenannten Zuschnitt. Dort bereitet sie Präparate für die Untersuchung unter dem Mikroskop vor. Sie entscheidet, welche Bereiche besonders aussagekräftig sind und entnimmt gezielt kleine Gewebeproben. Ihre Arbeit liefert später die Grundlage für Diagnose und die bestmögliche Behandlung.
An diesem Tag liegt vor ihr ein Präparat, das selbst für die erfahrene Pathologin außergewöhnlich ist: ein Tumor mit einem Gewicht von rund acht Kilogramm. Laura muss das riesige Präparat Stück für Stück untersuchen.
Die zweiteilige „Nordreportage“ begleitet Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Universitätsmedizin Göttingen, deren Arbeit oft unsichtbar bleibt. Sie gehören zu den knapp 10.000 Beschäftigten, die jeden Tag dafür sorgen, dass Patientinnen und Patienten versorgt werden können - im OP, in der Zentralsterilisation, in der Pathologie oder auf den Wegen durch eines der größten Krankenhäuser Norddeutschlands.
Gefördert mit Mitteln der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.
Hinweis
Personen
| Redaktion: | Karoline Grothe, Joachim Grimm |
| von: | Damian Schipporeit |
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