Jefrossinija Antonowna Kersnowskaja, genannt Frosia, wird nach der Annexion Bessarabiens durch die Sowjetunion zu einer Verbannung nach Sibirien verurteilt ? es folgen 18 Jahre in Lagerhaft oder als Zwangsarbeiterin.
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Jefrossinija Antonowna Kersnowskaja, genannt Frosia, wird nach der Annexion Bessarabiens durch die Sowjetunion zu einer Verbannung nach Sibirien verurteilt ? es folgen 18 Jahre in Lagerhaft oder als Zwangsarbeiterin.

Zwangsarbeit in Sibirien: Alle Gefangenen schuften sich zu Tode ? andernfalls wird ihre Essensration gestrichen.

Zwangsdeportationen nach Sibirien: In ihren Erinnerungen zeichnet Frosia ein grauenhaftes Bild vom Alltag der Gulag-Häftlinge zwischen Hunger, Kälte und Tod.
Übersicht
Die 1907 in Odessa adelig geborene Jefrossinija Antonowna Kersnowskaja, genannt Frosia, lebte seit der Flucht vor dem russischen Bürgerkrieg mit ihrer Familie auf einem Landgut in Bessarabien. Nach der Annexion Bessarabiens durch die Sowjetunion 1940 wurde sie nach Sibirien verbannt. Frosias Memoiren vermitteln ein erschütternd detailliertes Bild vom Leben und Sterben im Gulag.
Themen
Details
Jefrossinija Antonowna Kersnowskaja kam 1907 als Tochter einer russischen Adelsfamilie in Odessa zur Welt. Wegen der Oktoberrevolution floh die Familie auf ein Landgut in Bessarabien. Später wurde Frosia nach Sibirien verbannt. Nach einem Fluchtversuch erging ein Todesurteil, das schließlich in eine Lagerhaft umgewandelt wurde. Insgesamt verbrachte sie 18 Jahre entweder in Lagerhaft oder als Zwangsarbeiterin.
In den 1960er Jahren schrieb Frosia ihre mit 680 kolorierten und kommentierten Zeichnungen versehenen Memoiren. Ihre Erinnerungen vermitteln ein erschütterndes Bild vom Alltag der Gulag-Häftlinge, der sogenannten Zeks, dem zum System erhobenen Hunger und der Rolle der Gulags in der sowjetischen Planwirtschaft. Abgesehen von seiner anerkannten künstlerischen und dokumentarischen Qualität vermittelt dieses einzigartige Werk, wie der Mensch unter Extrembedingungen überlebt und handelt. Der Film greift diesen seltenen weiblichen Blick auf die Hölle der Sowjetära auf und zeichnet gleichzeitig das Porträt eines außergewöhnlichen Menschen.
Hinweis
Synchronfassung
Personen
Top-Spielfilm am 08.11.
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