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Wladimir Putins Inszenierung als starkes, sportliches Staatsoberhaupt prägt das Bild „slawischer Männlichkeit“ - und wird von Influencern und russischer Propaganda gefeiert. Das „Gayropa“-Klischee dient wiederum als Abschreckung vor Verweichlichung. Doch hinter den Stereotypen liegt oft Unsicherheit. „Tracks East“ fragt, wie Osteuropas Männer mit der Identitätskrise umgehen.
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Zu toxisch, zu performativ, zu verweichlicht - darüber, was Männlichkeit alles nicht sein soll, laufen zahlreiche Diskurse parallel. Gleichzeitig maßen sich eine Reihe zweifelhafter Influencer die Deutungshoheit über Männlichkeit an und machen Klicks und Profit mit hanebüchenen Ratschlägen und dem Abfeiern „echter, ursprünglicher“ Männlichkeit. Die finden sie erstaunlich oft bei „den Slawen“.
Die russische Propaganda stimmt ein und inszeniert den russischen Präsidenten Wladimir Putin als ultimativ männlichen Anführer, dem der verweichlichte Westen gar nichts kann. Was ist dran am Bild des starken, slawischen Mannes? Wer leidet unter dem Klischee? Und wo gibt es Widerspruch oder Gegenbewegungen?
Putins Selbstinszenierung als naturnahes und sportliches Staatsoberhaupt ist in Russland Kult und wird weltweit als Meme verbreitet. Ob oberkörperfrei auf einem Pferd, beim Judo-Training oder in voller Eishockey-Montur auf dem Eis: Diese Bilder haben Wirkung und sind eine dankbare Vorlage für russische Propagandisten. Damit formen sie das Bild des „russischen Mannes“ im In- und Ausland. Gleichzeitig wird mit dem Schimpfwort „Gayropa“ auf Europa gezeigt und der Untergang der westlichen Gesellschaft vorhergesagt. Wie sieht die Realität des „slawischen Helden“ in Wirklichkeit aus und was nützt das ganze Testosteron, wenn man sein Leben angsterfüllt und in einem erbärmlichen Zustand an einen sinnlosen Krieg verliert?
„Tracks East“ schaut sich in Europa um und findet heraus, wie dort jeweils mit der männlichen Identitätskrise umgegangen wird. Zwischen neuen Vorbildern, Männlichkeits-Camps und Krieg.
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