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Ein Kribbeln im Bauch, eine Ahnung, eine Entscheidung, die sich einfach richtig anfühlt. Manchmal spüren wir doch mehr, als wir eigentlich wissen können! Für viele ist das der sechste Sinn. Doch gibt es ihn wirklich? Und ist er tatsächlich irgendwie übernatürlich - oder ist das, was dahintersteckt, ganz und gar wissenschaftlich erklärbar?
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Immer wieder berichten Menschen von Momenten, in denen sie scheinbar Vorahnungen haben, oder etwas spüren, das sie sich bewusst nicht erklären können. Solche Erfahrungen faszinieren - und beschäftigen auch die Wissenschaft. Ende des 19. Jahrhunderts entstand mit der Parapsychologie sogar ein eigenes Forschungsgebiet, das Phänomene wie Telepathie oder Präkognition untersucht. Doch wie belastbar sind die Belege für einen sechsten Sinn? Für viele Forschende gilt die Parapsychologie als Pseudowissenschaft.Die Suche nach dem sechsten Sinn führt in eine andere Richtung: weg vom Übernatürlichen und hinein in unser Gehirn. Vielleicht brauchen wir keine paranormalen Fähigkeiten, um unserer bewussten Wahrnehmung voraus zu sein. Die Wissenschaft spricht stattdessen von Intuition. „Intuition bedeutet, unbewusste Informationen zu nutzen, die wir im Laufe unseres Lebens gelernt haben - für bessere Entscheidungen und Handlungen“, erklärt Joel Pearson, Neurowissenschaftler an der University of New South Wales in Sydney.Besonders leistungsfähig ist die Intuition dann, wenn wir uns in einem Feld gut auskennen. Erfahrene Radiologinnen und Radiologen erkennen zum Beispiel auf einem Mammogramm oft schon nach einer halben Sekunde, dass etwas nicht stimmt - noch bevor sie sagen können, was. Doch Intuition ist keine magische Superkraft. Manchmal führt sie uns zur richtigen Entscheidung, manchmal völlig in die Irre. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht, ob wir einen sechsten Sinn haben - sondern wann wir unserer Intuition vertrauen können.
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