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Belgiens Gastfamilien für psychisch Kranke (2026)

bis 20:15
Reportage
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • 20261001194000
VPS 00:00

Übersicht

Menschen mit psychischen Erkrankungen können in Belgien statt im Krankenhaus auch von Pflegefamilien aufgenommen werden. Die Belgier unterhalten diese andere Form der ambulanten Psychiatrie, deren Ursprünge im Mittelalter liegt. Sie ermöglicht den Patientinnen und Patienten heute, ein beinahe ganz normales Leben zu führen, mit einem Zuhause und soziale Bindungen.

Themen

    Details

    In Lierneux in den belgischen Ardennen leben psychisch kranke Patienten in Gastfamilien, fernab von geschlossenen Anstalten. Für sie beschränkt sich die Therapie nicht nur auf regelmäßige Arztbesuche, sie beginnt schon im Alltag, in der Küche, am Esstisch und im täglichen Kontakt mit der Gastfamilie. Dieses einzigartige Modell hat seinen Ursprung im Mittelalter in der flämischen Stadt Geel, dort nahmen die Bürgerinnen und Bürger schon damals Menschen mit psychischen Leiden bei sich zu Hause auf. Die Reportage begleitet Patienten, eine Gastfamilie und Pflegekräfte, die gemeinsam versuchen, ein fragiles Gleichgewicht aufrechtzuerhalten: Freiheit zu erlauben, ohne die Betreuung zu vernachlässigen. Denn hier vermischen sich täglich psychiatrische Betreuung und Alltag: Gemeinsam kochen und essen, die Arbeit auf dem Feld oder einfach nur jemand, der abends auf einen wartet - all das sind Wege, mit der Krankheit umzugehen und ein erfülltes Leben zu führen. Diese Alternative zur psychiatrischen Einweisung ist heute in Belgien gefährdet, denn es fehlt an Gastfamilien und auch am Geld zu deren Unterstützung.

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