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Ein kleines Dorf in Mexiko, El Alberto, wird durch Abwanderung in die USA zur Geisterstadt. Die Verbliebenen machen aus ihren Erfahrungen eine Touristenattraktion: Sie simulieren den illegalen Grenzübertritt in die USA und spielen dafür US-Grenzpolizei, Narcos, Schlepper und Flüchtende. Schüsse fallen, Menschen rennen, es gibt Verhöre und Festnahmen. Eine Nacht zwischen Inszenierung und Realität.
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Das mexikanische Dorf El Alberto liegt 1000km von der US-Grenze entfernt und doch ist sie überall spürbar: Sie trennt Familien, entwurzelt Menschen und schafft Sehnsüchte nach einem vermeintlich besseren Leben. Nachts inszenieren die Dorfbewohner:innen ihre Erfahrungen der illegalen Grenzüberquerung für zahlende Tourist:innen. Virgilio und seine Nachbarn schlüpfen dabei in die Rollen von Grenzpolizisten, sie lauern mit Sirenen und Haftandrohungen auf. Coyotes, so der Name der Schlepper, führen durch die dunkle Wüste, eine Vergewaltigung wird simuliert. In der Dunkelheit verschwimmen Inszenierung und Realität, Spiel und Trauma, Erinnerung und Gegenwart.
Doch für die Bewohner:innen von El Alberto ist diese Nacht keine richtige Fiktion. Virgilio, der bei der sogenannten Caminata Nocturna einen Grenzpolizisten spielt, wurde selbst aus den USA abgeschoben und fürchtet, dass sein Sohn irgendwann auch in die USA möchte, selbst wenn sie sich dann nie wiedersehen können. Die elfjährige Rebeca wartet auf ihre Mutter, die die Grenze überquert hat und seitdem verschwunden ist. Felicitas‘ Familie ist nach und nach in die USA ausgewandert. In ihrer großen amerikanischen Küche fragt sie sich, ob sie ihnen folgen soll.
Der Film von Clara Trischler blickt mit mexikanischen Perspektiven auf die Grenze. Er entstand als Abschlussfilm an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.
Hinweis
NACHT DER KOJOTEN erzählt von Menschen, die zwischen zwei Welten zerrissen sind. Was bedeutet das „bessere Leben“, das angeblich auf der anderen Seite wartet, wirklich?
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