Die Nordreportage

Tränen, Schweiß und Zwiebeln - Ernte zwischen Rekord und Risiko

bis 18:45
Reportage
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    Zwiebelernte in Niedersachsen: Für Landwirte und Lohnunternehmer zählt jetzt jeder Tag, an dem es trocken ist. Denn 2026 wachsen in Niedersachsen so viel Zwiebeln wie nie zuvor. Gleichzeitig haben Hitze und Trockenheit das Wachstum vieler Knollen gebremst. Die 26-jährige Landwirtin Hanna Meyer baut in Stocksdorf im Landkreis Diepholz gemeinsam mit ihrem Vater auf knapp 30 Hektar Zwiebeln an und muss in diesem Jahr wegen der Trockenheit ganz besonders auf die Größe achten. Einen Teil ihrer Ernte hat sie bereits über feste Verträge vermarktet. Erreichen die Zwiebeln die geforderte Mindestgröße nicht, sorgt das für Probleme beim Verkauf. Auch für Julian Peterberns und sein Lohnunternehmen im Emsland beginnt im September eine intensive Zeit. Im Familienbetrieb organisiert er 17 Angestellte und rund 40 Saisonkräfte. Für etwa 20 Kundinnen und Kunden übernimmt das Unternehmen den Anbau und die Ernte der Zwiebeln. Zunächst holen die Mitarbeitenden die Zwiebeln mit einer Maschine aus dem Boden und legen sie in langen Reihen auf dem Acker ab. Im Fachjargon heißt das: „ins Schwad legen“. Erst wenn die Knollen ausreichend abgetrocknet sind, können sie mit dem Roder aufgenommen und eingelagert werden. Niedersachsen hat sich zum wichtigsten Zwiebelanbaugebiet Deutschlands entwickelt. Die Anbaufläche für Zwiebeln ist in Niedersachsen 2026 erneut um rund vier Prozent auf etwa 9700 Hektar gewachsen, ein neuer Rekord. Zu den traditionellen Zwiebelregionen, etwa rund um Uetze in der Region Hannover, kommen neue Anbaugebiete wie im Emsland hinzu. „Die Nordreportage“ begleitet die Zwiebelernte in Niedersachsen und zeigt, wie Landwirte und Lohnunternehmer in einem Wettlauf gegen das Wetter um Qualität, Ertrag und den richtigen Erntezeitpunkt kämpfen.

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    Personen

    von:Christina Georgi

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