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Porträt von J. Paul Getty, Ölmilliardär, der zu Beginn der Siebzigerjahre als reichster Mann der Welt galt. Seit 1914 im Ölgeschäft tätig, wurde sein Vermögen auf 15 bis 25 Mrd. Dollar geschätzt. Florian Furtwängler gelang es, Getty nach vielen Jahren wieder für Fernsehaufnahmen zu gewinnen. Während der Dreharbeiten in seinem Landhaus in Surrey kamen eine Freundin aus Deutschland und sein Enkel John Paul zu Besuch.
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Eine Homestory beim reichsten Mann der Welt! Dieser Coup gelang Florian Furtwängler - Neffe des Dirigenten Wilhelm Furtwängler - im Jahr 1972. Der Filmregisseur konnte den Ölmagnaten J. Paul Getty in seinem Haus in Sutton Place im englischen Surrey besuchen, mehrere Tage dort drehen und den damals bereits fast Achtzigjährigen interviewen. Die Ansichten des Mannes, der damals als reichster Mann der Welt galt, sind manchmal ziemlich klug, manchmal aber auch sehr krude. Furtwängler kommentiert die Antworten auf seine Fragen nie - das überlässt er den Songs von Bob Dylan, mit denen er den Film musikalisch unterlegt.
Bei 20 Milliarden Dollar Vermögen hätte er aufhören sollen, sagt J. Paul Getty, denn alles darüber hinaus bedeutet Stress. Der mehrfache Milliardär musste es wissen. Während der Dreharbeiten kommt sein Enkel aus Italien zu Besuch, der damals 15-jährge John Paul Getty III. Er ist leicht hippie-mäßig gekleidet und hat auch lange Haare. Ein schöner junger Mann, zweifellos. Was er und sein Opa zu besprechen haben, hört man nicht. Ob es da schon um Geld ging?
Am schönsten ist die Stelle, wenn der junge Getty zusammen mit seiner Freundin mit dem elektrischen Golfwagen durch den Park kurvt und man dazu Bob Dylan singen hört. Nicht einmal ein Jahr nach diesen Filmaufnahmen wurde John Paul Getty III in Italien entführt. Um der Sache Nachdruck zu verleihen, schnitten ihm die Entführer ein Ohr ab und schickten es einer italienischen Zeitung. Sein Vater, J. P. Getty II, musste sich vom alten Getty das Lösegeld leihen. Man sagt, der Alte hätte sich dieses Darlehen verzinsen lassen.
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