Gletscher - Wettlauf gegen die Zeit

bis 02:30
Dokumentation
  • Stereo
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261023005500
VPS 00:00

.


Bildauswahl:


Bild 1

.


Bild 2

.


Bild 3

.


Bild 4

.

Übersicht

Weltweit schmelzen die Gletscher in alarmierendem Tempo. Die bildgewaltige Dokumentation zeigt, was ihr Verschwinden für Mensch und Natur bedeutet und begleitet Forschende im Wettlauf gegen die Zeit.

Themen

    Details

    Gletscher sind weit mehr als spektakuläre Eislandschaften: Sie speichern lebenswichtiges Süsswasser, stabilisieren Ökosysteme und gehören zu den deutlichsten Indikatoren des Klimawandels. Doch weltweit schwinden sie in rasantem Tempo. Bis 2050 könnte ein Drittel der Gletscher in Unesco-Welterbestätten verschwunden sein. Michael Zemp ist Glaziologe und Direktor des «World Glacier Monitoring Service», der an der Universität Zürich seinen Sitz hat. Hier werden Daten zu Gletschern weltweit zusammengetragen und analysiert. «Wie gross die Verluste sind, ist regional unterschiedlich», sagt Zemp. «In den europäischen Alpen haben wir seit dem Jahr 2000 rund 40 Prozent der Gletschermasse verloren.» Ausgehend vom verheerenden Gletscherabbruch im Schweizer Bergdorf Blatten im Mai 2025 führt die Dokumentation in die besonders betroffenen Regionen der Erde: von den Alpen über die Anden und Zentralasien bis nach Grönland und in die Antarktis. Forschende, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Menschen, deren Lebensgrundlage unmittelbar vom Eis abhängt, zeigen, welche Folgen die Gletscherschmelze bereits heute hat und was der Welt noch bevorstehen könnte. Die Bevölkerung der Berggebiete spürt die Folgen bereits: Sei es in Form von Naturkatastrophen oder durch das allmähliche Versiegen der Wasserreserven für die Landwirtschaft und den täglichen Gebrauch. «Wut. Ich spüre Wut, weil wir kein Wasser mehr haben», sagt etwa Ana Romero Pinto, Bewohnerin eines kleinen Dorfes in den chilenischen Anden. Ihre Waschmaschine benutzt sie nicht mehr. Und auch die Blumen in ihrem Garten kann sie nicht mehr giessen. Das Dorf, in dem noch vor Kurzem das Gletscherwasser plätscherte, ist heute auf Wassertransporte per Lieferwagen angewiesen. Das erzeuge Konflikte, erzählt Ana. Ständig werfe man sich gegenseitig vor, zu viel Wasser zu verbrauchen. Dass solche Konflikte auch auf internationaler Ebene ausbrechen können, weiss man in Zentralasien. Dort kam es aufgrund der Wasserknappheit bereits zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen benachbarten Staaten. Der kirgisische Landwirt Samat Saparbekovich fasst es so zusammen: «Keine Gletscher, kein Wasser. Kein Wasser, kein Leben.» Was also tun, um diese Entwicklung aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen? In diesem «DOK» geben Forscherinnen und Forscher Antwort und berichten von ihrer Arbeit in den Bergen, den Weiten Grönlands und der Antarktis.

    Hinweis

    Personen

    Buch/Autor:Pierre-Olivier François, Judith Rueff

    3 weitere Sendetermine



    TVinfo
    X