Meine ziemlich bunte Familie

bis 00:40
Familie und Erziehung
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261013001000
VPS 00:10

Oskar (10) aus München hat zwei Mütter, zwei Väter und viele Bezugspersonen. Der bunte Familienalltag bringt Chancen aber auch viele Herausforderungen mit sich. Von links: Herbert, Christian, Oskar, Andrea und Judith


Bildauswahl:


Bild 1

Oskar (10) aus München hat zwei Mütter, zwei Väter und viele Bezugspersonen. Der bunte Familienalltag bringt Chancen aber auch viele Herausforderungen mit sich. Von links: Herbert, Christian, Oskar, Andrea und Judith


Bild 2

Oskar (2.v.l.) hat eine ziemlich bunte Familie: Herbert (l.) und sein Mann Christian (2.v.r.) sehen ihn und dessen Stiefbruder Valentin (r.) alle zwei Wochen. Herbert ist Oskars leiblicher Vater.


Bild 3

Der zehnjährige Oskar aus München hat eine große Regenbogen-Patchwork-Familie: Stiefmutter Rita (39) und ihr Sohn Valentin sind auch Teil davon.


Bild 4

Lara (l.) und Jasmin (r.) aus Köln sind verheiratet und haben gemeinsam ein Kind. Doch Jasmin wird vom deutschen Recht nicht automatisch als zweite Mutter anerkannt.


Bild 5

Jasmin (r.) hat Lara (l.) ihre Eizelle gespendet. Lara hat das gemeinsame Kind ausgetragen. Für die Kinderwunschbehandlung sind sie nach Österreich gereist.


Bild 6

Glück im Wochenbett: Lara (r.) und Jasmin (l.) aus Köln wollen beide ihre gemeinsame Tochter stillen. Dank einer Hormontherapie ist dies möglich.


Bild 7

Obwohl Lara und Jasmin aus Köln verheiratet sind, wird nur Lara als leibliche Mutter anerkannt. Jasmin kann nur eine langwierige Stiefkindadoption rechtlich zur zweiten Mutter machen.


Bild 8

Der zehnjährige Oskar (M.) aus München hat eine große Regenbogen-Familie: Seine leibliche Mutter Judith (l.) hat sich von ihrer Frau Andrea (r.) getrennt, als Oskar noch klein war. Dennoch haben alle noch Kontakt zueinander.


Bild 9

Oskar, 10, hat drei Mütter, zwei Väter und einen Stiefbruder Valentin. Mit Herbert, seinem leiblichen Vater und dessen Mann Christian besuchen die beiden Jungs das deutsche Museum in München. Von links: Oskar, Herbert, Christian und Valentin


Bild 10

Der zehnjährige Oskar (M.) aus München hat eine große Regenbogen-Familie: Seine leibliche Mutter Judith (l.) hat sich von ihrer Frau Andrea (r.) getrennt, als Oskar noch klein war. Dennoch haben alle noch Kontakt zueinander.


Bild 11

Oskar (10) aus München hat zwei Mütter, zwei Väter und viele Bezugspersonen. Der bunte Familienalltag bringt Chancen aber auch viele Herausforderungen mit sich. Von links: Herbert, Christian, Andrea, Judith und Oskar


Bild 12

Oskar, 10, hat drei Mütter, zwei Väter und einen Stiefbruder Valentin. Mit Herbert, seinem leiblichen Vater und dessen Mann Christian besuchen die beiden Jungs das deutsche Museum in München. Von links: Oskar, Herbert, Christian und Valentin

Themen

    Details

    Zwei Regenbogenfamilien kämpfen um Anerkennung und Sichtbarkeit. Zwischen Liebe, Verantwortung und rechtlichen Hürden zeigen sie, dass Familie heute mehr ist als Vater, Mutter, Kind. Oskar hat drei Mütter, zwei Väter und einen Stiefbruder. Der Familienalltag bringt Chancen, aber auch Herausforderungen mit sich. In Köln erwarten Lara und Jasmin ein Kind. Erst eine langwierige Stiefkindadoption kann Jasmin rechtlich zur zweiten Mutter machen. Für Oskar aus München ist seine große bunte Familie selbstverständlich. Doch sein Leben ändert sich plötzlich drastisch, als seine Stiefmutter Rita (39) sich von seiner leiblichen Mutter Judith (41) trennt. Judith kann mit Oskar zunächst bei ihrer Ex-Frau Andrea einziehen. So hat Oskar vorübergehend seine beiden sorgeberechtigten Mütter wieder unter einem Dach. Aber er vermisst das Zusammenleben mit seinem jüngeren Stiefbruder Valentin, dem Sohn von Rita. Oskars leiblicher Vater Herbert und dessen Mann Christian versuchen regelmäßige Treffen zwischen den nun getrennt lebenden Kindern zu organisieren. Die Trennung wirbelt das Leben aller durcheinander. Neben den Stärken der Mehrelternschaft sieht Judith auch viele Herausforderungen: „Viele Menschen bringen natürlich auch viele Bedürfnisse mit sich und das hat auch eine größere Fragilität, umso mehr Eltern es sind.“ Lara (35) und Jasmin (39) aus Köln stehen kurz vor der Geburt ihres Babys. Sie erfüllen sich ihren großen Kinderwunsch gemeinsam: Jasmin spendete ihrer Partnerin die Eizelle, Lara trägt das Kind aus. Für die Kinderwunschbehandlung reisten sie damals extra nach Österreich. Denn in Deutschland ist die Eizellenspende verboten. Lara, selbst Hebamme, und ihrer Frau ist eine gleichberechtigte Elternschaft wichtig. Und weil Jasmin von Anfang an eine enge Bindung zum Kind haben möchte, wollen beide Frauen das Kind stillen. Mit einer Hormontherapie ist das auch ganz ohne Schwangerschaft möglich. Doch obwohl Lara und Jasmin verheiratet sind, wird nur die leibliche Mutter in Deutschland rechtlich als Mutter anerkannt. „Die Tatsache, dass wir momentan eine Geburtsurkunde haben, in der Lara als Mutter steht und der Platz mit dem zweiten Elternteil leer ist, fühlt sich total ungerecht an“. Für Jasmin ist das Glück im Wochenbett überschattet von einer unsicheren Rechtslage für ihre Tochter und sie selbst. Der Weg zur gemeinsamen Elternschaft führt über ein langwieriges Adoptionsverfahren - verbunden mit viel bürokratischem Aufwand und emotionaler Belastung. „37°“ erzählt davon, wie vielfältig Familie heute gelebt wird - und mit welchen Hürden Regenbogenfamilien in Deutschland noch immer konfrontiert sind. Laut Statistischem Bundesamt lebten im Jahr 2024 31.000 Regenbogenfamilien mit minderjährigen Kindern in Deutschland. Ein Jahr lang begleitet der Film zwei von ihnen durch Alltag, Konflikte und politische Realitäten.

    Hinweis

    [Ton: Audiodeskription ]

    Personen

    von:Denise Jacobs


    TVinfo
    X