9/11 - Die Geiseln des Terrors

Gefangen in Kabul (Deutschland, 2026)

bis 12:00
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261006111500
VPS 00:00

Alle acht Entwicklungshelfer wurden nach ihrer Befreiung am 15. November 2001 direkt in die deutsche Botschaft nach Islamabad gebracht. Dort wurden sie medizinisch versorgt. Zudem fanden erste Gespräche, auch mit Regierungsvertretern, sowie eine Pressekonferenz statt. Von links: Peter Bunch, Dayna Curry, Margrit Stebner, Georg Taubmann, Heather Mercer, Silke Vopel, Katrin Jelinek, Diana Thomas.


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Bild 1

Alle acht Entwicklungshelfer wurden nach ihrer Befreiung am 15. November 2001 direkt in die deutsche Botschaft nach Islamabad gebracht. Dort wurden sie medizinisch versorgt. Zudem fanden erste Gespräche, auch mit Regierungsvertretern, sowie eine Pressekonferenz statt. Von links: Peter Bunch, Dayna Curry, Margrit Stebner, Georg Taubmann, Heather Mercer, Silke Vopel, Katrin Jelinek, Diana Thomas.


Bild 2

Fünf Wochen vor 9/11 werden acht Entwicklungshelfer und 16 Ortskräfte in Afghanistan verhaftet. Der Vorwurf: Missionierung. Ihnen droht die Todesstrafe. Dann verändert 9/11 alles.


Bild 3

Dieses heimlich aufgenommene Foto zeigt Georg Taubmann (l.) und Peter Bunch (r.) beim Essen in ihrer kargen Zelle im ersten Gefängnis in Kabul.


Bild 4

Joschka Fischer, damals Bundesaußenminister, war eng in die Krisenkommunikation eingebunden. Er bestätigt im Interview, dass es Gespräche mit den Taliban übe die Freilassung der Geiseln gab. Zu Details, zum Beispiel über die Frage, ob Lösegeld gezahlt wurde, mochte er sich auch 25 Jahre später aber nicht äußern


Bild 5

Von rechts: Dayna Curry (Janka Claassen), Heather Mercer (Kara Edenberg), Diana Thomas (Maju Margrit Sartorius), Silke Vopel (Laura Louisa Garde), Kathrin Jelinek (Leonie Krieg) und Margrit Stebner (Stephanie Petrowitz) - Sie werden von den Taliban in ein spezielles Frauengefängnis gebracht. Nach wie vor wissen sie nicht, warum sie verhaftet wurden (Spielszene)


Bild 6

Shelter-Now-Entwicklungshelfer Georg Taubmann war 101 Tage in den Händen der Taliban, bevor er im November 2001 freikam und gemeinsam mit seinen Mitgefangenen von amerikanischen Soldaten in einer Nacht-und-Nebel-Aktion per Hubschrauber aus dem umkämpften Afghanistan gerettet wurde.


Bild 7

Silke Vopel (Laura Louisa Garde) spricht mit einem Mädchen (Komparsin) während des Blumenbastelns über deren Kette mit einem Medaillon. Das Mädchen sagt, sie trage immer ein Foto ihrer Mutter bei sich. Silke Vopel erkennt allerdings: Die Person auf dem Foto ist die Mona Lisa. (Spielszene)


Bild 8

Zur Arbeit der Hilfsorganisation Shelter Now gehörte auch die Betreuung von Straßenkindern. Viele waren durch den Krieg zu Waisen geworden. Silke Vopel (Laura Louisa Garde, l.) und Kathrin Jelinek (Leonie Krieg, r.) basteln mit den Kindern Blumen aus Seidenpapier, um sie auf dem Basar zu verkaufen (Spielszene)

Themen

    Details

    Fünf Wochen vor 9/11 werden acht Entwicklungshelfer in Afghanistan verhaftet. Der Vorwurf: Missionierung. Ihnen droht die Todesstrafe. Dann verändert der 11. September 2001 alles. Während die USA den Taliban mit Krieg drohen, geraten die Gefangenen zwischen die Fronten. Das Dokudrama zeichnet ihre über 100 Tage andauernde Haft mit Interviews und Zeitzeugenberichten nach. Spielszenen erzählen von Angst, Hoffnung und Überleben. Die Inhaftierten gehören der Hilfsorganisation Shelter Now International an, darunter Frauen und Männer aus Deutschland, Australien und den USA. Auch 16 Ortskräfte werden gefangen genommen. Sie erleben die unmenschlichen Haftbedingungen in Afghanistan und einen Schauprozess. Doch nach dem 11. September ändert sich ihre Lage. Faktisch sind die Entwicklungshelfer nun Geiseln. Die USA fordern vom Regime in Kabul, Bin Laden auszuliefern, die Terrorcamps von Al Qaida zu schließen und die Entwicklungshelfer freizulassen. In dieser Situation drohen die Geiseln zum Spielball der Mächte zu werden. Aus der Zeit ihrer Gefangenschaft gibt es nur wenige Fotos, keine Videoaufnahmen und keine weiteren Unterlagen. Um die Angst, Verzweiflung und Hoffnung dieser Wochen glaubwürdig zu erzählen, nutzt der Film teilweise die Mittel des Spielfilms. Die mehr als 100 Tage dauernde Haft wird zudem auf Grundlage von Interviews und Zeitzeugenberichten dokumentarisch nacherzählt. Durch diese Kombination wird die damalige Zeit wieder erlebbar. Speziell für den Film haben bekannte Darstellerinnen und Darsteller wie Moritz Führmann und Laura Louisa Garde Dialoge in den in Afghanistan üblichen Sprachen Dari und Paschtu gelernt. Dadurch entsteht eine authentische Nähe zum damaligen Geschehen. Einige der Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer kehren bereits 2002 nach Afghanistan zurück. Für sie steht fest: Die vielen, teils sehr schönen Momente während ihrer Zeit in Afghanistan, die entstandenen Freundschaften und die selbstlose Hilfe afghanischer Mitgefangener lassen ihre Liebe zu dem Land und seinen Menschen nicht erlöschen.

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