Gefährliche Intelligenz - Kindesmissbrauch mit KI

bis 21:45
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20261007210000
VPS 21:00

Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Sexualmediziner und leitet das Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité in Berlin. Er ist wissenschaftlicher Leiter und Sprecher des Präventionsnetzwerks "Kein Täter werden", das sich an Menschen mit sexueller Ansprechbarkeit auf Kinder richtet, um sexuellen Kindesmissbrauch und den Konsum von Missbrauchsabbildungen präventiv zu verhindern.


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Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Sexualmediziner und leitet das Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité in Berlin. Er ist wissenschaftlicher Leiter und Sprecher des Präventionsnetzwerks "Kein Täter werden", das sich an Menschen mit sexueller Ansprechbarkeit auf Kinder richtet, um sexuellen Kindesmissbrauch und den Konsum von Missbrauchsabbildungen präventiv zu verhindern.


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Markus Hartmann ist Leitender Oberstaatsanwalt bei der Generalstaatsanwaltschaft Köln und seit 2016 Leiter der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW). Die ZAC NRW führt besonders bedeutsame Cybercrime-Verfahren und ist zentrale Anlaufstelle für Grundsatzfragen der Cyberkriminalität für Staatsanwaltschaften und Polizeibehörden in NRW und darüber hinaus. KI-generierte Abbildungen von sexualisierter Gewalt an Kindern spielen für die Strafverfolger bislang eine eher kleine Rolle. Dennoch besteht die Sorge, dass die Auswertung dieser Bilder wertvolle Ressourcen binden könnte - weil Ermittler und Strafverfolger nicht wissen, ob sie ein echten Kind sehen, das aus seiner Lage befreit werden muss, oder es künstlich generiert ist und keine Gefahrensituation für ein reales Kind besteht.


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Kerry Smith ist seit 2025 Chief Executive Officer der Internet Watch Foundation (IWF). Sie warnt wiederholt davor, dass KI-generierte Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern keine hypothetische Bedrohung, sondern eine "aktuelle und sich beschleunigende Krise" seien, da die Zahl solcher Fälle innerhalb kurzer Zeit massiv angestiegen ist. Smith betont, dass KI-Tools es ermöglichen, Überlebende "mit nur wenigen Klicks" erneut zu Opfern zu machen und potenziell unbegrenzt viele fotorealistische Missbrauchsbilder zu erzeugen, weshalb sie strengere Gesetze und Sicherheitsauflagen für KI-Systeme fordert.


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Täter generieren mithilfe von KI Abbildungen von sexualisierter Gewalt an Kindern und tauschen online Anleitungen aus, wie man dieses Material am besten herstellen kann.


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Melissa Schollmeyer, 32, ist Überlebende von sexualisierter Gewalt. Nachdem sie als 11-Jährige Übergriffe durch ihren damaligen Stiefvater erleiden musste, wird sie kurze Zeit später Opfer von Fotodiebstahl. Ein anderer Täter beschafft sich private Fotos aus ihrer Kindheit, um daraus u. a. mit Photoshop Darstellungen von sexualisierter Gewalt an Kindern zu generieren. Heute nutzen Täter für solche Darstellungen Künstliche Intelligenz und besorgen sich Fotos in den Sozialen Medien oder auf Stockdatenbanken.


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Dan Sexton ist Chief Technology Officer (CTO) der Internet Watch Foundation (IWF), einer britischen Organisation, die gegen Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern im Internet vorgeht. Die Organisation, die in Cambridge sitzt, verzeichnet in diesem Jahr einen Vervierfachung von KI-generierten Abbildungen sexualisierter Gewalt an Kinder. Mittlerweile können sie die Bilder kaum noch von echtem Missbrauchsmaterial unterscheiden, außer die Täter schreiben explizit dazu, dass es sich um KI handelt.


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Prof. Dr. Kristian Kersting ist Professor für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen an der TU Darmstadt sowie Co-Direktor des KI-Zentrums hessian.AI. Er sieht ethische KI als interdisziplinäre Gemeinschaftsaufgabe: Informatik allein reicht nicht, es braucht die Zusammenarbeit mit Ethik, Rechtswissenschaften und Sozialwissenschaften, um Regeln und Leitplanken für den Einsatz von KI zu entwickeln.


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Täter generieren mithilfe von KI Abbildungen von sexualisierter Gewalt an Kindern und tauschen online Anleitungen aus, wie man dieses Material am besten herstellen kann.


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Knapp 43.000 Fälle von Herstellung, Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer Inhalte gab es in Deutschland im Jahr 2024. Noch entfällt nur ein kleiner Teil davon auf künstlich generiertes Material. Die entsprechenden Modelle zur Generierung von Missbrauchsabbildungen werden aber kontinuierlich besser.

Themen

    Details

    KI-generierte Darstellungen sexualisierter Gewalt an Kindern nehmen rasant zu: Täter vernetzen sich, manipulieren Kinderfotos und erzeugen täuschend echte Missbrauchsbilder. Der Film zeigt, wie die Entwicklung Kinder gefährdet und Ermittler fordert. Täuschend echte Bilder von sexualisierter Gewalt an Kindern, erzeugt in wenigen Sekunden aus einem simplen Texteingabefeld: Was wie Science-Fiction klingt, ist bittere Realität. Die Dokumentation „Gefährliche Intelligenz - Kindesmissbrauch mit KI“ zeigt, wie Kriminelle generative Bild-KI nutzen, um immer neue Missbrauchsdarstellungen zu erschaffen - und welche Folgen das für Kinder und Betroffene hat. Sie beleuchtet den massiven und weltweiten Anstieg von KI-generiertem „Child Sexual Abuse Material“ und die dringend notwendigen Gegenmaßnahmen.

    Hinweis

    Personen

    von:Lisa-Maria Schnell


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