Die Regierung in Havanna hat das Frauenboxverbot aufgehoben und damit die Teilnahme eines kubanischen Frauen-Nationalteams an internationalen Wettbewerben ermöglicht.
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Die Regierung in Havanna hat das Frauenboxverbot aufgehoben und damit die Teilnahme eines kubanischen Frauen-Nationalteams an internationalen Wettbewerben ermöglicht.

Namibia Flores Rodriguez ist Boxerin mit Leib und Seele und will ihr Wissen weitergeben.

Namibia Flores Rodriguez (Mi.) will einen Boxstall nur für Frauen eröffnen und sie zu Boxerinnen ausbilden.

Ein Gesicht zu schön, um durch Faustschläge ruiniert zu werden ? ein Totschlagargument, mit dem der kubanische Staat das Frauenboxen lange verboten hat

Trainerlegende Nardo Mestre Flores (2.v.l.) war selbst ein internationaler Star der Boxszene. Der mittlerweile 71-Jährige hat auch zu Zeiten des Verbots Frauen trainiert.

Die 16-jährige Magda Masso trainiert hart für einen Sichtungskampf, um in das Nationalteam aufgenommen zu werden.

Über 60 Jahre durften Frauen wie Namibia Flores Rodriguez offiziell nicht in den Ring steigen ? während Kubas Männer seit jeher Medaillengaranten im Boxen sind.

Namibia Flores Rodriguez hat als eine der ersten Frauen in Kuba mit dem Boxen angefangen. Jetzt trainiert sie die erste Generation Mädchen und junger Frauen, die offiziell boxen dürfen.
Übersicht
Lange Zeit war Frauenboxen auf Kuba verboten. Und das, obwohl der Faustkampf traditionell zu den erfolgreichsten Sportarten auf der Karibikinsel gehört. Weibliche Gesichter wären zu schön, um sie mit Schlägen zu malträtieren - so das Argument der allmächtigen Regierung in Havanna. Seit kurzem nun ist das vorbei. Und der Nachwuchs steht ebenfalls bereits in den Startlöchern ...
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Für Namibia Flores Rodriguez kommt die Aufhebung des Frauenboxverbotes auf Kuba zu spät. Die 47-jährige Faustkämpferin ist inzwischen zu alt, um an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen. Dabei ist sie mit Leib und Seele Boxerin und wollte sich nie von Niederlagen entmutigen lassen. Weil sie selbst nicht mehr bei den großen Ausscheidungskämpfen antreten darf, hat sie sich auf die Rolle der Trainerin verlegt. Sie fördert sowohl den Nachwuchs - Jungen wie Mädchen - als auch die Großen. Wie ihre Freundin Yoana Rodriguez Castillo. Die Schwergewichtsboxerin ist zwar bereits über 30, hält aber weiter an ihrem Traum fest, eines Tages bei internationalen Wettkämpfen dabei sein zu können. Doch auch wenn dies durch den Wegfall der politischen Schranken nun möglich ist, ist der Weg dorthin voller Hindernisse. Denn in Kuba fehlt es an den einfachsten Trainingsmöglichkeiten und passender Ausrüstung. So bleibt den Boxerinnen auf Kuba nur ihre unermüdliche Leidenschaft und der Enthusiasmus für ihren Sport, mit dem sie die ärgsten Mängel auszugleichen versuchen. Um ihnen hierfür einen Raum zu geben, möchte Namibia Flores einen eigenen Boxstall nur für Frauen aufbauen. Ein Novum auf Kuba und eine weitere Herausforderung. Denn wie so vieles auf der Insel ist ein Großteil der Architektur in Havanna marode und einsturzgefährdet. Doch Namibia will nicht aufgeben. Sie sieht enormes Potenzial in ihren Schützlingen und möchte verhindern, dass die jungen Kampfsportlerinnen ähnlich wie sie an unvorteilhaften Rahmenbedingungen scheitern. Noch einmal will Namibia sich nicht geschlagen geben.
Hinweis
Personen
| Regie: | Cordula Stadter, Joanna Michna |
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