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Eine 730 Tonnen schwere Tunnelbohrmaschine hat sich auf einer Strecke von 5,2 Kilometern unter der Elbe fast bis nach Niedersachsen vorgearbeitet. Der Tunnel ist ein wichtiger Abschnitt des SuedLink-Projekts und soll künftig Windstrom aus dem Norden in den Süden Deutschlands transportieren.
Tief unter der Elbe arbeitet sich eine der größten Tunnelbohrmaschinen Deutschlands ihrem Ziel entgegen. Der 190 Meter lange und 730 Tonnen schwere Bohr-Gigant steht kurz vor dem Durchbruch. Nach mehr als fünf Kilometern Tunnelstrecke soll die Maschine bei Wischhafen im Landkreis Stade wieder ans Tageslicht kommen. Begonnen hatte die Bohrung auf der anderen Elbseite in der Wilstermarsch bei Wewelsfleth in Schleswig-Holstein.
Der 5,2 Kilometer lange Tunnel gehört zum Projekt ElbX und ist ein wichtiger Abschnitt der Stromtrasse SuedLink. Durch den Tunnel soll ab 2027 ein Gleichstromkabel verlegt werden. Es soll Windenergie aus dem Norden Deutschlands in Regionen im Süden transportieren, in denen der Strom gebraucht wird.
Präzisionsarbeit unter der Elbe
Für Tunnelbohrbauleiter Christoph Hennings und Bauingenieurin Annika Stopp beginnt eine besonders anspruchsvolle Phase. Die letzten Meter der Bohrung müssen präzise geplant und überwacht werden. Der Durchbruch in Niedersachsen ist ein entscheidender Meilenstein - doch damit ist der Tunnelbau noch nicht abgeschlossen.
Parallel laufen die Vorbereitungen für den Einzug der ersten Stromkabel. Projektleiter Dierk Schönwald und sein Team müssen sicherstellen, dass die Kabel später mit den Leitungen auf beiden Seiten der Elbe verbunden werden können. Tunnelbau und Kabelverlegung sind dabei eng aufeinander abgestimmt.
Ein Tunnel als Teil der Energiewende
„Die Nordreportage“ begleitet die Verantwortlichen während dieser entscheidenden Bauphase. Sie zeigt, wie sich die Tunnelbohrmaschine unter schwierigen Bedingungen durch den Untergrund arbeitet, welche Herausforderungen der Durchbruch mit sich bringt und wie moderne Technik beim Bau der Stromtrasse eingesetzt wird.
Mit dem fertigen Tunnel ist ein wichtiger Schritt geschafft. Seine eigentliche Funktion erhält das Bauwerk jedoch erst, wenn das SuedLink-Stromkabel eingezogen ist. Dann soll der Tunnel zu einer wichtigen Verbindung für die Energieversorgung der Zukunft werden.
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