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Bulgariens Tal der Rosen in der Krise? (2026)

bis 20:15
Reportage
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • 20260825194000
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Übersicht

Bulgarien ist das Zentrum der globalen Rosenölproduktion. Jeden Frühling beginnt im Tal der Rosen ein Wettlauf gegen die Zeit: Innerhalb von vier Wochen müssen die Blüten jeden Morgen frisch geerntet werden. Doch Arbeitskräftemangel und steigende Kosten setzen die Branche unter Druck. ARTE Re: begleitet Pflücker und Rosenbauern und zeigt, wer den Preis für das kostbare Öl zahlt.

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    Jedes Frühjahr verwandelt sich das bulgarische Tal der Rosen in ein duftendes Blütenmeer. Von hier stammen rund 70 Prozent des weltweit gehandelten Rosenöls. Ein Liter der kostbaren Essenz ist etwa 10.000 Euro wert und wird für Parfüms, Kosmetik und Medizin genutzt. Doch die traditionsreiche Branche steckt in der Krise. Die mühsame Ernte wird fast ausschließlich von Roma getragen. Noch vor Sonnenaufgang machen sich Anni und Ivko Marinow mit ihrer Familie auf zu den Feldern. In den wenigen Wochen der Saison verdienen sie einen großen Teil ihres Jahreseinkommens. Mit dem Geld früherer Ernten haben sie über Jahre ein eigenes Haus aufgebaut. Viele Roma in Bulgarien leben jedoch weiterhin unter prekären Bedingungen und fühlen sich vom Staat im Stich gelassen. Die Rosen blühen nur wenige Wochen und müssen täglich in den frühen Morgenstunden geerntet werden. Doch harte Arbeit, geringer Lohn und fehlende Perspektiven schrecken viele Erntehelfer ab. Immer mehr Menschen verlassen die Region oder wählen sichere Ganzjahresstellen, etwa in den Fabriken der nahe gelegenen Rüstungsindustrie, die seit dem Ukraine-Krieg boomt. Doch für die Rosenbauern wird der Mangel an Pflückern zunehmend existenzbedrohend. ARTE Re: erzählt von einer Region zwischen Tradition und Wandel, Armut und globalem Luxusgeschäft.

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