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„In meinem Dorf gibt es keine Kirchturmuhr mehr. Sie ist abgefallen. Wohl weil der Turm sich neigt. Fast wie in Pisa... Das kann so nicht bleiben“, sagt Paul Winkler - ein junger Mann aus dem 120-Seelen-Ort Lössen in Sachsen-Anhalt.
Paul Winkler ist ein Zugezogener. Er kam als Kind. Heute ist er 32. Obwohl er kein Kirchgemeindemitglied ist, kümmert er sich wie kein anderer um das marode Gotteshaus des Dorfes. Aktuell repariert er - als gelernter Tischler - die alten Kirchenfenster.
Noch wichtiger ist ihm die abgefallene Kirchturmuhr. Sie war ein Wahrzeichen. Deshalb sammelt Paul Winkler seit zehn Jahren Spenden für eine neue Uhr. Er sucht unermüdlich nach Sponsoren und organisiert Arbeitseinsätze und Dorffeste. 11.000 Euro müssen zusammenkommen.
Im Sommer (2o26) soll die neue Kirchturmuhr eingebaut werden - elektronisch gesteuert, aber mit einem Schlagwerk wie früher. „Darauf freue ich mich am meisten, ich wohne direkt neben der Kirche. Wenn die Uhr morgens vier schlägt, drehe ich mich im Bett noch mal um und weiß, ich kann noch weiterschlafen.“
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