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Das Naturreservat der „Tsingys“ in Madagaskar stellt einer Besiedelung bis heute eine natürliche Barriere entgegen: bizarre, nadelförmige Felsformationen. Wind- und Regenerosion haben aus Korallenriffen zahllose, bis zu 30 Meter hohe Felsspitzen geformt. Bis heute ist das Gebiet mit seinen Höhlen, Schluchten und Flüssen in weiten Teilen unzugänglich und kaum erforscht. Auch die wenigen Einheimischen, die am Rande des Tsingy de Bemaraha Nationalparks leben, begegnen dem abweisenden Felsmassiv mit großem Respekt. Kaum einer, der es wagen würde, in die von messerscharfen Zinnen bewachten Schluchten vorzudringen.Hier ist der Lebensraum der seltenen und bedrohten Lemuren und Makis. Karstvegetation wie Dispyros perrieri, ein Ebenholzgewächs, und die Wildbananenart Musa perrieri sowie der Baobab-Baum, wachsen hier. Halbaffen wie Larvensifaka, Grauer Halbmaki, Gabelstreifiger Katzenmaki und der zu den Wieselmakis zählende Lepilemur edwardsi, zudem die zu den Inselratten endemische Art Nesomys rufus lambertoni, 53 Vogelarten, darunter Madagaskar-Ralle und die Habichtart Accipiter henstii, außerdem die Chamäleonart Brookesia peramata leben in dem UNESCO-Weltnaturerbe.
Hinweis
Personen
| Regie: | Rüdiger Lorenz |
| Kamera: | Erwin Lanzensberger |
| von: | Rüdiger Lorenz |
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