Tausend Zeilen

Deutschland, 2022
bis 01:40
Satire
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260916001500
VPS 00:15

Themen

    Details

    Lars Bogenius ist Starjournalist des Magazins „Chronik“. Seine Reportagen sind vielfach preisgekrönt. Doch sein Kollege Juan Romero findet zahlreiche Ungereimtheiten in Text und Bild. Juan vermutet: Lars erfindet seine Geschichten. Bei dem Versuch, den Betrug zu beweisen, wird Juan zum Außenseiter im Job und droht, seine Familie zu verlieren. Elyas M‘Barek und Jonas Nay brillieren in einer auf Tatsachen basierenden Geschichte. Die Printmedien sind in der Krise. Doch die „Chronik“ kann ihre Auflage steigern. Dank der beim Publikum beliebten Reportagen von Lars Bogenius , mehrfacher Gewinner des deutschen Journalistenpreises, der junge Stern am deutschen Pressehimmel. Er scheint mit den Leuten zu sprechen und an die Orte vorzudringen, die außer ihm kein Reporter oder Journalist erreichen kann. Daraus entstehen fesselnde Stories oder Interviews. Sein Kollege Juan Romero findet gemeinsam mit seinem Kameramann Milo zahlreiche Ungereimtheiten in einer Story über eine US-Miliz, die an der Grenze zu Mexiko patrouilliert. Obwohl Juan seine Chefs Rainer Habicht und Christian Eichner darauf aufmerksam macht, dass ihre nächste große, von Bogenius verfasste Titelstory einer seriösen Überprüfung nicht standhalten könnte, wird sie veröffentlicht. Juans Kampf scheint vergebens. Alle glauben Bogenius, niemand glaubt ihm. Der Erfolg scheint Bogenius recht zu geben. Doch dann kommt er, der „faule Fisch“, der Zufall, der alles ändert: Ein Anwalt aus LA ruft bei der „Chronik“ an und beschwert sich bei der Geschäftsleitung über ein Interview, das es nie gab. Verfasser: Lars Bogenius. Der von Michael Bully Herbig inszenierte Film beruht auf einem Buch Juan Morenos, der im Film Romero heißt, „Tausend Zeilen Lüge“. Gegenstand ist der Relotius-Skandal, der das deutsche Nachrichtenmagazin „Spiegel“ betraf. Das war im Jahr 2018 und vermutlich der größte deutsche Presseskandal, seit der „Stern“ 1983 die gefälschten Hitler-Tagebücher als echt veröffentlichte. „Wenn mich die Genre-Polizei fragt, was für ein Film ‘Tausend Zeilen‘ eigentlich ist, muss ich gestehen: Ich weiß es nicht“, sagt Michael Bully Herbig. Denn die Geschichte und deren Inszenierung sind spannend wie ein Thriller, humorvoll wie eine Komödie, sarkastisch wie eine Satire, emotional wie ein Drama und packend wie ein intelligenter Krimi.„ Zu den ungewöhnlichen Stilmitteln zählt auch das Durchbrechen der vierten Wand, also das Aufheben der imaginären Grenze zwischen Film und Publikum. “Diese direkte Kontaktaufnahme mit den Zuschauern kennt man meist nur aus Comedyformaten„, sagt Michael Bully Herbig. “Bei ‘Tausend Zeilen‘ war mir aber von Anfang an sehr wichtig, dass sowohl der Starreporter als auch der freie Journalist, der die Fälschungen aufdeckt, um die Gunst des Publikums buhlen. Sie wollen die Zuschauer überzeugen, dass sie das Richtige tun. Der Film zeigt, dass beide ihre Motivation haben. Und der Zuschauer wird selbst entscheiden, auf wessen Seite er ist und wessen Motivation er nachvollziehen kann."

    Hinweis

    [Ton: Audiodeskription ]

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Juan Romero
    Lars Bogenius
    Milo
    Rainer M. Habicht
    Christian Eichner
    Anne Romero
    Yasmin Saleem
    Jamal
    Regie:Michael Bully Herbig
    Buch/Autor:Hermann Florin
    Kamera:Torsten Breuer
    Musik:Ralf Wengenmayr


    TVinfo
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