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Grün, grüner, Matcha. Das Trendgetränk aus Japan wird auf Social Media gehypt. Doch die hohe Nachfrage sorgt für steigende Preise, Lieferengpässe und Fake-Produkte.
2025 wurden mehr als 600 Tonnen japanischer Matcha nach Deutschland importiert - so viel wie noch nie zuvor. Aber welche Schattenseiten hat der Hype? Reporterin Victoria Reichelt reist nach Japan - stößt auf gefälschten Matcha, Schadstoffe und Umweltprobleme.
In den sozialen Medien wird Matcha als Trendgetränk gefeiert. Unter Hashtags wie #matcha finden sich Millionen von Fotos und Videos, die den Tee in allen möglichen Varianten zeigen - vom Iced Matcha Latte über Matcha-Cheesecakes und Eis bis hin zu Duftkerzen mit Matcha-Aroma.
In Japan hingegen ist der Genuss des besonderen Grüntees schon lange Tradition. Victoria Reichelt begleitet Jintaro Yamamoto bei der Matcha-Ernte. Der Landwirt produziert Matcha in sechster Generation im japanischen Uji - der Region, die für hochwertigen Matcha bekannt ist. Der traditionelle Herstellungsprozess von Matcha ist extrem aufwendig. „Bei uns dauert das Pflücken etwa zwei Wochen, während man mit einer Maschine die gleiche Menge an einem Tag ernten kann“, erzählt der Teebauer. Die Produzenten hier können deswegen nur einen Bruchteil der weltweiten Nachfrage decken.
Die Folge: Immer mehr minderwertige Matcha-Produkte schwemmen den Markt. Denn Matcha ist kein lebensmittelrechtlich geschützter Begriff. Viele Unternehmen und Kaffeehausketten greifen deshalb auf Mischungen mit günstigem Grünteepulver zurück. „Es ist kaum nachvollziehbar, woher der Matcha wirklich kommt. Es gibt keine strikten Siegel. Deswegen gehe ich auch davon aus, dass sehr viel getrickst wird“, erklärt Matcha-Experte Marcel Karcher.
Doch wie kann man hochwertigen Matcha von billigem Grünteepulver unterscheiden? Ist Matcha wirklich so gesund, wie oft behauptet wird? Und welche Folgen hat der globale Matcha-Boom für Umwelt und Gesundheit - etwa durch Pestizide und andere Schadstoffe im Tee? Victoria Reichelt trifft Verbraucherexperten, Matcha-Kenner, Mediziner und Lebensmittelchemiker, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen.
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