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7. Oktober 1985. Vier Palästinenser bringen das italienische Kreuzfahrtschiff Achille Lauro vor der Küste Ägyptens in ihre Gewalt und nehmen mehr als 500 Passagiere und Besatzungsmitglieder als Geiseln. Sie fordern die Freilassung von 50 palästinensischen Gefangenen aus israelischen Gefängnissen. Es beginnt ein dreitägiges Drama auf hoher See. Die Menschen an Bord durchleben Tage der Bedrohung und Angst und auch als die Entführung für die Geiseln beendet ist, spitzt sich die Situation weiter zu. Denn nachdem sich herausstellt, dass die Entführer eine der Geiseln getötet haben, fangen US-Kampfflugzeuge die ägyptische Maschine mit den Entführern an Bord ab und zwingen sie zur Landung. Diese Verletzung des italienischen Luftraums führt zu einer diplomatischen und politischen Krise zwischen Ägypten, Italien und den USA.Noch nie zuvor ist es einem Dokumentarfilm über diese terroristische Aktion gelungen, die Hauptakteure zusammenzubringen. Der Film „Terror an Bord - Die Entführung der Achille Lauro“ erlaubt es dem Zuschauer erstmalig, die Ereignisse durch die Berichte der Hauptakteure und Zeugen aus ihren unterschiedlichen Perspektiven hautnah nachzuerleben.So kommt sowohl einer der Entführer, der 20 Jahre in Italien im Gefängnis gesessen hat, zu Wort, als auch die Töchter des getöteten Leon Klinghoffer. Passagiere und italienische Besatzungsmitglieder, die damals zu Geiseln wurden, berichten über ihre Tage in den Händen der Entführer. Abgerundet wird der spannende Perspektivwechsel durch Aussagen des militärischen und diplomatischen Personals der an der Lösung des Geiseldramas beteiligten Länder. Darunter der US-Pilot, der das Flugzeug mit den Entführern an Bord zur Landung zwang, und der italienische Kommandant des Stützpunkts Sigonella, der den militärischen Showdown dort koordinierte.
Hinweis
„Terror an Bord - Die Entführung der Achille Lauro“ wurde von der italienischen Produktionsfirma B&B Film in Koproduktion mit dem WDR und in Zusammenarbeit mit ARTE produziert.Audiodeskription
Personen
| Redaktion: | Jutta Krug |
| von: | Simone Manetti |