Übersicht
Salvatore „Totò“ Riina: Sohn eines Bauern aus Corleone, der mit 52 Jahren zum unumschränkten Herrscher der sizilianischen Mafia wird. Giovanni Falcone: der Richter, der den ersten Prozess gegen die sizilianische Mafia initiiert, bei dem „Totò“ zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wird. Wie in einem Shakespeare-Drama erlebt der Zuschauer die Eskalation der Gewalt ...
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Der „Bestie“ genannte Salvatore „Totò“ Riina (1930-2017) galt fast 20 Jahre lang als einer der brutalsten und gefürchtetsten Paten der sizilianischen Mafia. Der zweiteilige Dokumentarfilm von Mosco Levi Boucault befasst sich mit der Verbrecherkarriere des Mafia-Bosses. Er hat im Laufe seines Lebens selbst rund 40 Menschen ermordet und bis zu 4.000 umbringen lassen. Der aus dem 60 Kilometer südlich von Palermo gelegenen Städtchen Corleone stammende Bauernsohn stieg zum „Boss der Bosse“ auf. Es ist ein nahezu Shakespeare-hafter Stoff, geprägt von unzähligen Morden und dem ewigen Konflikt zwischen dem Streben nach Macht und der Kraft des Gesetzes.
Der erste Teil schildert anhand erschütternder, noch nie gezeigter Aussagen reumütiger Mafia-Killer den unaufhaltsamen Aufstieg eines Mannes, der durch einen brutalen Krieg ins „Triumvirat“ der Cosa Nostra eindrang. Riina schuf ein Klima des Schreckens und beseitigte skrupellos seine Gegner in den eigenen Reihen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Mafia wurden auch Vertreter von Institutionen ermordet, die sich der Organisation entgegenstellten: Journalisten, Richter, Politiker und Polizisten. Die Eskalation der Gewalt erreichte 1982 mit der Ermordung des Carabinieri-Generals Carlo Alberto Dalla Chiesa ihren Höhepunkt. Zu dieser Zeit herrschte Riina nahezu unangefochten über ganz Sizilien.
Hinweis
Synchronfassung, Audiodeskription
Personen
| Regie: | Mosco Levi Boucault |