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Im Golf von Neapel befindet sich die vermutlich erste Wellness-Oase der Weltgeschichte. Römische Kaiser wie Nero und Claudius schwelgten dort mit den Reichsten ihrer Zeit im Luxus und feierten ausschweifende Feste. Nero ließ dort sogar seine Mutter Agrippina töten. Unterwasserarchäologen erforschen seit den 1960er Jahren die versunkene Stadt des Luxus und des Lasters.
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Versunken im Golf von Neapel befindet sich die vermutlich erste Wellness-Oase der Weltgeschichte: Baiae. Der exklusive Badeort war einst das Saint-Tropez und zugleich das Las Vegas des alten Rom: Julius Caesar und die römischen Kaiser Claudius und Nero erholten sich dort in pompösen Villen, Hadrian zog sich in den letzten Tagen seines Lebens in das milde Klima an die Küste Kampaniens zurück.
Doch die heilenden Thermalquellen waren es nicht, was die Superreichen damals anzog. Das luxuriöse Baiae war Kulisse und Zentrum eines wilden und ausschweifenden Lebens und Tatort eines berühmten Muttermordes: Dort ließ Kaiser Nero seine Mutter Agrippina töten, um sich von ihrem Einfluss zu befreien. Aber das Dolce Vita in der Bucht von Pozzuoli sollte nicht ewig währen. Die Bucht grenzt an eine Zone hoher vulkanischer Aktivität, die Campi Flegrei - die „Brennenden Felder“. Ein als Bradyseismus bekanntes Phänomen führte in der Spätantike zu einer Veränderung des Meeresspiegels und ließ das sündige Baiae im Wasser versinken. Die Villenstadt geriet in Vergessenheit.
Erst in den 1960er Jahren begannen Unterwasserarchäologen, die versunkenen Villen, Bäder und Plätze intensiv zu erforschen. Teile der Stadt hatte ein sinkender Meeresspiegel zuvor wieder freigegeben. Das etwa 80.000 Quadratmeter große Areal wurde mittlerweile in einen archäologischen Unterwasserpark umgewidmet - ein im Mittelmeer einzigartiges Projekt. Unterwasseraufnahmen erzählen die Geschichte einer Stadt des Luxus und der Laster einer kleinen Elite.
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