Der Schein trügt (Nebesa)

Deutschland / Serbien / Kroatien, 2020
bis 03:30
Tragikomödie
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260911013000
VPS 00:00

Übersicht

Stojan ist ein unbescholtener Mann, der alles für seine Familie tut. Doch als über seinem Kopf ein Heiligenschein aufleuchtet, beginnt er zu sündigen, um nicht mit seinen Lieben aus dem Dorf vertrieben zu werden. Dem Regisseur gelingt eine so furiose wie groteske Bestandsaufnahme des postsozialistischen Europas. Tragikomödie in drei Episoden von Srdjan Dragojevic.

Themen

    Details

    Serbien 1993, noch während des Krieges: Stojan ist ein unbescholtener Mann, fürsorglicher Familienvater und Kommunist. Der Kurzschluss einer Glühbirne bringt ihm unverhoffte Erleuchtung: Ein Heiligenschein ziert plötzlich Stojans Haupt! Er wird zur Attraktion der Nachbarschaft, was das beschauliche Leben seiner Familie auf den Kopf stellt. Bald ist Stojans dominante Frau Nada von dem Trubel genervt. Das Ding soll weg, und eine Mütze ist keine Dauerlösung. Nachdem auch gründliches Haarewaschen nichts bringt, wird Stojan mit Hilfe eines korrupten Geistlichen zur Sünde verdonnert: ein bisschen Völlerei hier, ein wenig Ehebruch dort. Doch der Heiligenschein bleibt. Stojan arbeitet sich durch alle Todsünden - und findet schließlich Gefallen an der Grausamkeit. Aber nicht nur er. Je herzloser Stojan seinen Vorteil ausnutzt, umso bereitwilliger wird er von den Nachbarn als moralische Instanz akzeptiert. Es stellt sich heraus: Der schöne Schein überstrahlt auch noch den schlimmsten Frevel.Zwei weitere Kapitel des Films springen in die Jahre 2001 und 2026: Auch dort geschehen Wunder, und am Ende ist Stojan zum Staatschef und Despoten geworden ... - Eine satirische Parabel auf den Turbokapitalismus nach dem Zusammenbruch der politischen Blöcke in Ex-Jugoslawien.

    Hinweis

    Der 1963 geborene Srdjan Dragojevic schloss zunächst ein Psychologiestudium ab, bevor er 1987 ein Regiestudium an der Belgrader Universität der Künste aufnahm. Auch hatte er bereits erfolgreich Gedichte veröffentlicht, als ab Anfang der 1990er Jahre seine ersten Filme herauskamen. Unter anderem mit „Die Parade“ gewann er zahlreiche Preise, allein auf der Berlinale 2012 den Panorama-Publikumspreis, den Preis der Ökumenischen Jury und den Leserpreis der Zeitschrift „Siegessäule“.Synchronfassung, Audiodeskription, Produktion: ARTE, Delirium Films, Forum Ljubljana, Ma.ja.de., Montenegro Max Film, Novi Film, Sektor Film, Studio Dim, ZDF, Online verfügbar von 09/09/2026 bis 10/10/2026

    Personen

    Schauspieler:
    Rolle
    Stojan
    Nada
    Gojko
    Atanasije
    Julija
    junge Julija
    Borka
    Smrda
    Professor Mikrob
    Borislava
    Lena
    Regie:Srdjan Dragojevic
    Drehbuch:Srdjan Dragojevic
    Kamera:Dusan Joksimovic
    Musik:Igor Perovic


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