Der gutmütige Stojan (Goran Navojec) hadert mit der Interpretation der göttlichen Zeichen.
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Der gutmütige Stojan (Goran Navojec) hadert mit der Interpretation der göttlichen Zeichen.

Stojan (Goran Navojec) legt sich mit Gott an.

Nada (Ksenija Marinkovic, re.) und ihre Nachbarin Borka (Nela Mihajlovic, li.) setzen ihren besten Reinigungsschaum beim Heiligenschein von Stojan (Goran Navojec, Mi.) ein.

Nada (Ksenija Marinkovic) macht ihrem Mann Stojan (Goran Navojec) das Sünden schmackhaft.

Goldketten, ein Schlangenhemd und Koteletten machen die Transformation von Stojan (Goran Navojec) zum hartgesottenen Draufgänger perfekt.

Ein Heiligenschein ziert plötzlich das Haupt von Stojan (Goran Navojec).
Übersicht
Stojan ist ein unbescholtener Mann, der alles für seine Familie tut. Doch als über seinem Kopf ein Heiligenschein aufleuchtet, beginnt er zu sündigen, um nicht mit seinen Lieben aus dem Dorf vertrieben zu werden. Dem Regisseur gelingt eine so furiose wie groteske Bestandsaufnahme des postsozialistischen Europas. Tragikomödie in drei Episoden von Srdjan Dragojevic.
Themen
Details
Serbien 1993, noch während des Krieges: Stojan ist ein unbescholtener Mann, fürsorglicher Familienvater und Kommunist. Der Kurzschluss einer Glühbirne bringt ihm unverhoffte Erleuchtung: Ein Heiligenschein ziert plötzlich Stojans Haupt! Er wird zur Attraktion der Nachbarschaft, was das beschauliche Leben seiner Familie auf den Kopf stellt. Bald ist Stojans dominante Frau Nada von dem Trubel genervt. Das Ding soll weg, und eine Mütze ist keine Dauerlösung. Nachdem auch gründliches Haarewaschen nichts bringt, wird Stojan mit Hilfe eines korrupten Geistlichen zur Sünde verdonnert: ein bisschen Völlerei hier, ein wenig Ehebruch dort. Doch der Heiligenschein bleibt. Stojan arbeitet sich durch alle Todsünden - und findet schließlich Gefallen an der Grausamkeit. Aber nicht nur er. Je herzloser Stojan seinen Vorteil ausnutzt, umso bereitwilliger wird er von den Nachbarn als moralische Instanz akzeptiert. Es stellt sich heraus: Der schöne Schein überstrahlt auch noch den schlimmsten Frevel.
Zwei weitere Kapitel des Films springen in die Jahre 2001 und 2026: Auch dort geschehen Wunder, und am Ende ist Stojan zum Staatschef und Despoten geworden ... - Eine satirische Parabel auf den Turbokapitalismus nach dem Zusammenbruch der politischen Blöcke in Ex-Jugoslawien.
Hinweis
Der 1963 geborene Srdjan Dragojevic schloss zunächst ein Psychologiestudium ab, bevor er 1987 ein Regiestudium an der Belgrader Universität der Künste aufnahm. Auch hatte er bereits erfolgreich Gedichte veröffentlicht, als ab Anfang der 1990er Jahre seine ersten Filme herauskamen. Unter anderem mit „Die Parade“ gewann er zahlreiche Preise, allein auf der Berlinale 2012 den Panorama-Publikumspreis, den Preis der Ökumenischen Jury und den Leserpreis der Zeitschrift „Siegessäule“.Synchronfassung, Audiodeskription, Produktion: ARTE, Delirium Films, Forum Ljubljana, Ma.ja.de., Montenegro Max Film, Novi Film, Sektor Film, Studio Dim, ZDF
Personen
Schauspieler: Rolle | Stojan Nada Gojko Atanasije Julija junge Julija Borka Smrda Professor Mikrob Borislava Lena |
| Regie: | Srdjan Dragojevic |
| Drehbuch: | Srdjan Dragojevic |
| Kamera: | Dusan Joksimovic |
| Musik: | Igor Perovic |