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Ende der 1970er Jahre bestätigte die Wissenschaft, dass eine Erderwärmung um etwa drei Grad wahrscheinlich ist. Mit dem Amtsantritt von US-Präsident Ronald Reagan bremsten wirtschaftliche Interessen die Klimapolitik jedoch zunächst aus. Erst durch eine Anhörung des Klimaforschers James Hansen vor dem US-Kongress 1988 wurde der Klimawandel zum politischen Thema.
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Ende der 1970er Jahre gab US-Präsident Jimmy Carter bei führenden Klimaforschern eine Untersuchung zu den Risiken der globalen Erwärmung in Auftrag - trotz des von ihm begonnenen massiven Ausbaus der Kohleförderung. Ziel war es, die Abhängigkeit der USA von importiertem Erdöl zu verringern. Unter Leitung des Meteorologen Jule Charney kam eine Expertenkommission zu dem Ergebnis, dass eine Verdopplung des CO2-Gehalts der Atmosphäre im Laufe des 21. Jahrhunderts zu einer Erderwärmung um etwa drei Grad Celsius führen würde.
Die Wahl Ronald Reagans führte zu einem politischen Kurswechsel: Umweltauflagen wurden zurückgenommen, obwohl ein neuer Bericht der US-Akademie der Wissenschaften zahlreiche Warnungen enthielt. Statt auf eine sofortige Reduzierung der Emissionen sollte auf künftige technologische Fortschritte gesetzt werden. Der Ökonom William Nordhaus entwickelte sogar Kosten-Nutzen-Modelle, die eine Erwärmung um drei Grad als wirtschaftlich „optimal“ darstellten, während dem renommierten Klimaforscher James Hansen gleichzeitig die finanziellen Mittel gekürzt wurden.
Mitte der 1980er Jahre gelang es Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, mit Hilfe von Eisbohrkernen einen einzigartigen Blick auf die Klimageschichte der vergangenen 150.000 Jahre zu werfen. Sie konnten dadurch eindeutig belegen, dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre seit Beginn der Industrialisierung in bislang unbekanntem Ausmaß gestiegen war. 1988 erklärte James Hansen schließlich vor dem US-Kongress, dass der Klimawandel bereits begonnen habe. Seine Aussage markierte einen Wendepunkt.
Hinweis
Synchronfassung
Personen
| Regie: | Jean-Robert Viallet |
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